Bad Zwischenahn - Skulpturen und Fotokunst stellen zwei Künstlerinnen derzeit im Galerie-Büro des Vereins der Kunstfreunde in der Bahnhofstraße 7 aus. In der Reihe „Kunst im Büro“ zeigt Regina Claussen-Daw aus Delmenhorst Skulpturen aus gebranntem Ton, die Hamburgerin Galina Scheller ist mit gespiegelten Fotos vertreten. „Wir wollen Kunstinteressierte und Künstler in unseren Räumen zusammenführen“, machte Klaus-Peter Tuchscherer von den Kunstfreunden den Auftrag des Vereins bewusst. Er eröffnete die Ausstellung und stellte die Künstlerinnen vor.

Regina Claussen-Daw zeigt unter dem Titel „Momentum“ Figuren und Objekte aus gebranntem Ton. Ihr Thema ist die Bewegung, die sie in ihrer Gestaltung einfängt, wie mit den scheinbar schwebenden „Feuerkleidern“. Sie ergründen laut Künstlerin die jeweiligen Seelenzustände ihrer imaginären Trägerinnen und seien Assoziationsboten.

Diese Objekte zeigen noch die Spuren der Flammen, denn sie wurden im Holzofen bei 1300 Grad gebrannt. Die Handschrift der Künstlerin ist nicht die Abbildung der Realität, sondern ihre Verfremdung. Ihr gestalterisches Mittel ist die irreale Überzeichnung bis zum Humoristischen. Seit 2010 beschäftigt sich die ehemalige Pädagogin mit Keramik. Seit zwei Jahren arbeitet sie in ihrer eigenen Atelier-Werkstatt in Delmenhorst-Stickgras, wo sie auch einen Skulpturen- Garten entstehen lässt.

Die Foto- Künstlerin Galina Scheller hat sich ebenfalls der Verfremdung verschrieben. Die ambitionierte Fotografin hat sich auf das Thema „Spiegelungen“ spezialisiert. Ihre Arbeitsstätte Hamburg mit seinen vielen Gewässern habe sie dazu inspiriert, sagt sie. Sie fotografiert Motive, die sich reflektierend im Wasser spiegeln und bearbeitet sie anschließend digital, um so deren Farbintensität noch zu betonen. Dabei interessiert sie besonders die unwirkliche Wiedergabe der Lichtreflexe auf der Wasseroberfläche. Galina Scheller wurde 1977 in Kasachstan geboren. Seit über 20 Jahren lebt und arbeitet sie in Deutschland. Berufsbedingt pendelt sie zwischen Hamburg und dem Ammerland und nutzt seit zehn Jahren jede freie Minute für ihre Fotokunst.

Die Gemeinschaftsausstellung ist noch bis zum 31. August im Büro des Vereins der Kunstfreunde in der Bahnhofstraße 7 zu sehen. Besucher sind montags bis freitags von 10 bis 12.30 und 15 bis 17.30 bei freiem Eintritt willkommen. Bis zum 22. Juli ist das Büro nur vormittags geöffnet.