Wildeshausen - „Wir sind eine Frauenrunde, die geschlossen als Verein, Nächstenliebe, Hilfe bietet, Freude bringt im allgemein.“ Im Einklang sangen die 120 größtenteils weiblichen Gäste im Restaurant Wolters die erste Strophe ihres Vereinsliedes.

Aus besonderem Anlass hatte der Vorstand des Wildeshauser Frauenvereins (ehemals Hausfrauenverein) seine Mitglieder und Ehrengäste am Freitag eingeladen, um gemeinsam das 60-jährige Bestehen zu feiern. Unter ihnen waren auch Bürgermeister Dr. Kian Shahidi sowie Vertreterinnen und Vertreter der Schulen, Kirchen und gemeinnützigen Einrichtungen wie der Tafel und der Diakonie Himmelsthür.

Für musikalische Untermalung sorgte die vereinseigene Musikgruppe mit Gitarre, Gesang, Keyboard und Ziehharmonika. „Schön, dass Sie unserer Einladung gefolgt sind, um mit uns dieses 60-jährige Jubiläum zu feiern“, sagte die Vereinsvorsitzende Brigitte O. Kaiser in ihrer Begrüßungsrede und erinnerte an längst vergangene Zeiten. Im Jahr 1953 hatte sich der Hausfrauenverein gegründet. „Als sich die Hausfrauen zusammengeschlossen haben, gab es noch gar keine Hausmänner im eigentlichen Sinn“, so Kaiser. Das habe sich heute Dank der Gleichstellung besonders auch im Berufsleben geändert.

Aufgrund des Wandels der Zeit wurde der Wunsch laut, den Namen Hausfrauenverein zu ändern. „Ich kann mich noch gut erinnern, als ich als Vorsitzende bestätigt war, wie viele Mitglieder auf mich zukamen und den Wunsch äußerten, doch endlich den Namen zu ändern. Das haben wir getan und haben den Namen ,Wildeshauser Frauenverein’ bewusst allgemein gehalten, um zu signalisieren, wir brauchen eigentlich jede Frau – ohne berufsspezifisch zu sein – , damit wir unsere Aufgabenfülle bewältigen können“, bekräftigt Kaiser.

Denn die Mitglieder des Frauenvereins greifen oft ehrenamtlich unter die Arme. Beispielsweise leisten sie Unterstützung im Seniorenheim, fördern bei der schulischen Entwicklung in Form von Lesepatenschaften, bereiten wöchentlich das Frühstück in der Hunteschule zu oder liefern musikalische Begleitung für Gottesdienste und Andachten in Seniorenheimen. Hinzu kommen Ausflüge und Feste für die Vereinsmitglieder selber. Aber auch einen Blick in die Zukunft wagte Kaiser. „Auch unser Verein ist auf Zuwachs, dass heißt auf den Eintritt von jüngeren Menschen – damit meine ich wenigstens ab einem Alter von 55 Jahren – angewiesen. Wir haben zwar schon vor Jahren angefangen unsere jüngeren Mitglieder zu motivieren Vorstandsarbeit zu übernehmen, aber leider bisher ohne Erfolg.“

Ein Geschenk gab es noch für Bürgermeister Kian Shahidi. Brigitte O. Kaiser überreichte dem Stadtoberhaupt ein Bild aus 226 Puzzleteilen. Im Anschluss warteten auf die Gäste noch Kaffee und Kuchen, musikalische Untermalung, ein launiges Podiumsgespräch sowie ein Geburtstagsmarathon der geladenen Gäste.