Berlin - Im Sommer vor zehn Jahren kam ein Film in die Kinos, der auf einer erfolgreichen amerikanisch-japanischen Spielzeugreihe basiert: Die „Transformers“ sind außerirdische Roboter, die sich überall in Furcht einflößende Kampfmaschinen verwandeln können. Auf die Leinwand gezaubert wurde das laut-bunte und sehr erfolgreiche Actionspektakel neben Steven Spielberg von Regisseur Michael Bay.

Auch bei den bisher drei folgenden Teilen (2009, 2011 und 2014) saß Bay auf dem Regiestuhl. Nun schickt sich ein fünfter „Transformers“ an, weltweit zu reüssieren. Ein letztes Mal, so heißt es, unter der Ägide von Bay. In „Transformers: The Last Knight“ agieren Darsteller wie Mark Wahlberg und Stanley Tucci. Erstmals dabei: Schauspielerlegende Anthony Hopkins.

Wie in so vielen US-Großproduktionen geht es um nicht weniger als die Rettung der Erde. Eine finale Schlacht zwischen den Robotermaschinen und der Menschheit steht kurz bevor.

Keiner der bisher veröffentlichten vier Filme war kürzer als 140 Minuten; diesmal sind es rund 150 Spielfilm-Minuten, die Bay kredenzt. Eine halbe Stunde weniger hätte es auch getan, richtig lang aber wird einem die Zeit nie. Es gibt wunderbar inszenierte Kampfchoreografien, so fließend und leicht, dass man glatt vergisst, dass es Hunderte Tonnen schwere Metallroboter sind, die hier agieren. Einige Effekte sind von avantgardistischer Qualität. Mark Wahlbergs zerzauster texanischer Erfinder ist noch glaubwürdiger als im Vorgänger-Film. Anthony Hopkins’ starker Auftritt sorgt für ein gerüttelt Maß an britischer Noblesse.

Der fünfte Teil der Reihe ist Action-Kino in Extremform: laut und schnell, großartig und enervierend.