Eversten - Reges Treiben herrscht derzeit auf dem Gelände des 1. Motoren- und Veteranen-Clubs Oldenburg innerhalb der Kleingartenanlage am Marschweg. Mitglieder und der Vorsitzende Rolf Oetter sind dabei, einen Mercedes 170 S, Baujahr 1952, zu restaurieren. Dabei freuen sie sich über fachkundige Unterstützung durch den 67-jährigen Ingenieur Normen Hickel aus East London in Südafrika. Zu ihm besteht bereits seit 14 Jahren eine Freundschaft, und er weilt derzeit auf Einladung von Rolf Oetter für sieben Wochen in Oldenburg.

Für ihren Freund Normen Hickel haben die Oldenburger Oldtimer-Freunde ein vielfältiges Programm mit Ausflügen und Besichtigungen zusammengestellt. Zu dem Programm zählt aber auch die Restaurierung des historischen Mercedes.

Entstanden ist die Freundschaft durch einen Hilfseinsatz der Oldenburger. Als nämlich im Jahr 2000 zur Eröffnungsfeier eines großen Mercedes-Werks in East London zwei Oldtimerbusse eingesetzt werden sollten und für diese Gefährte Ersatzteile fehlten, traten die Oldenburger auf den Plan. Rolf Oetter erinnert sich: „Bei der Suche nach Ersatzteilen sprach Normen Hickel, der damals für ein Jahr im Mercedes-Werk in Bremen arbeitete, Clubmitglieder von uns auf einem Oldtimertreffen an. Erfreulicherweise konnten wir helfen und innerhalb eines Vierteljahres die Ersatzteile nach Südafrika liefern.“ So kam es zu der Freundschaft, die bis zum heutigen Tage besteht und gepflegt wird.

Den historischen Mercedes, der nun restauriert wird, hatte Rolf Oetter vor etwa 40 Jahren von einem Oldenburger Bäckermeister für 600 D-Mark erworben. Zunächst hatte er ihn für Fahrten im In- und Ausland genutzt. Danach stellte er ihn in eine Garage – immer mit dem Ziel, ihn eines Tages gemeinsam mit seinen Clubfreunden zu restaurieren. „Jetzt sah ich den Zeitpunkt dafür gekommen“, so Oetter. Wenn alles fertig ist, will er den Wagen für seine alltäglichen Fahrten in Oldenburg und umzu nutzen.

Wann das sein wird, steht aber noch nicht fest. „Mittlerweile haben wir den Motor ausgebaut und überholt. Danach haben wir den Vorderaufbau instand gesetzt und sind jetzt dabei, den Motor wieder einzubauen“, erläutert der Clubvorsitzende. Und er weiß, dass der Weg bis zum Abschluss der Arbeiten noch lang ist. „Wir müssen unter anderem noch die Technik und die Karosserie überholen. Das werden wir alles in Ruhe fertigstellen, um dann keine unliebsame Überraschung zu erleben.“

Normen Hickel beteiligt sich mit großer Begeisterung an der Restaurierung: „Ich bin seit jeher ein Oldtimer-Freund, und da bereitet mir diese Arbeit viel Freude. Zudem lerne ich durch die Freundschaft hier Land und Leute kennen. Es ist toll, wie sich Rolf Oetter für mich engagiert und welch vielfältiges Programm er und seine Freunde für mich aufgestellt haben. Dafür werde ich mich bei seinem nächsten Besuch in East London auf jeden Fall revanchieren.“