• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Kultur

Freundschaft über und unter Wasser

09.05.2016

Oldenburg Die kleine Schnecke (Snick) lebt im Hafen, wo Schiffe aus aller Welt anlegen. Tag für Tag kriecht sie mit den anderen Schnecken auf einem Felsen herum, macht Hausputz, schlürft am Schnecken­shake und langweilt sich. Sie möchte die große weite Welt kennenlernen. Doch wer nimmt sie mit?

So beginnt die Geschichte „Snick un Waal“ nach dem Bilderbuch „Die Schnecke und der Buckelwal“ von Axel Scheffler und Julia Donaldson. Die Niederdeutsche Erstaufführung feierte am Sonntag im Spielraum des Oldenburgischen Staatstheaters Premiere. Mit dem Theater Fata Morgana erarbeitete das Ohnsorg-Studio eine fantasievolle, kindgerechte zweisprachige Bühnenversion auf Hoch- und Plattdeutsch und mit viel Musik.

Den Landratten im voll besetzten Spielraum bereitete die 50-minütige Inszenierung unter der Regie von Hartmut Fiegen viel Vergnügen. Sie waren ganz bei der Sache, lernten nebenbei ein bisschen Plattdeutsch und spendeten einen kräftigen Schlussapplaus. Den hatten sich die Darsteller Andrea zum Felde als Schnecke, Karl-Heinz Ahlers als Wal und Thomas Esser als Erzähler und Musiker redlich verdient.

Der Buckelwal, der Wasserfontänen aus der Flasche versprüht, nimmt die Schnecke mit auf seine Reise um die Welt. Er kennt sich aus, auch mit dem Spinnen von Seemannsgarn, und ist um Ausreden nicht verlegen, als das ungleiche Paar den Südpol erreicht, wo der Wal sich den Bauch mit Krill, Verwandten der Schnecke, vollschlägt. Weiter geht’s in die Karibik, wo sie von einem schweren Sturm überrascht werden und abtauchen müssen.

In der Unterwasserwelt droht der kleinen Schnecke Gefahr vom fiesen Hammerhai, aber der Wal rettet sie in letzter Sekunde. Weiter geht es zu den Kapverden, der Heimat des Wals. Doch dort ist es so laut, dass er die Orientierung verliert und strandet. Hilflos liegt er auf dem Trockenen, und die Geschichte wäre nicht gut ausgegangen, wenn die Schnecke nicht eine gute Idee gehabt hätte.

Mit großer Spielfreude wird die Geschichte von einer Freundschaft zweier ungleicher Wesen und den Stärken der ganz Kleinen umgesetzt.


Alle NWZ -Kritiken unter   www.nwzonline.de/premieren 
Lore Timme-Hänsel
Redakteurin
Kulturredaktion
Tel:
0441 9988 2065

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.