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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Drama Wird Ausgezeichnet: Friedenspreis für „Elser“

04.07.2015

München Das Drama „Elser - Er hätte die Welt verändert“ über den gescheiterten Hitler-Attentäter Georg Elser ist mit dem Friedenspreis des Deutschen Films „Die Brücke“ ausgezeichnet worden. Oliver Hirschbiegels packendes Drama rekonstruiere soziale und politische Zusammenhänge der Zeit nach 1933, in der das Gedankengut der Nationalsozialisten ganz Deutschland vergiftete. Damit sei der Film von bestürzender Aktualität, begründete die Jury am Donnerstag bei der Preisverleihung in München ihre Entscheidung.

Er sei stolz, dass er gerade für diesen Film den Friedenspreis erhalte, sagte Regisseur Hirschbiegel in seiner Dankesrede. Georg Elser sei ein Abenteurer, Freigeist und Hallodri, der auch die Frauen sehr mochte. Das sei ihm sehr nah. Elser-Darsteller Christian Friedel kam ebenfalls auf die Bühne - und sang ein äußerst gefühlvolles Lied, das er auch im Film singt: „Ich trag im Herzen drin ein Stückerl altes Wien“.

Neben dem „Elser“-Film gab es noch weitere Preise. „Timbuktu“ von Abderrahmane Sissako bekam den internationalen Friedenspreis. Er schildert den Einfluss, den Dschihadisten in Mauretanien auf den Alltag haben. Ein Spezialpreis ging an die finnisch-estnisch-deutsche Koproduktion „The Fencer“ von Klaus Härö. Ein bekannter Fechter muss darin zu Zeiten Stalins vor dem kommunistischen Geheimdienst KGB fliehen. Dabei landet er in einem estnischen Dorf und fängt an, die Kinder im Fechten zu unterrichten.

Einen Preis gab es auch für das Drama „Wir sind jung. Wir sind stark.“. Regisseur Burhan Qurbani wurde mit dem Nachwuchspreis geehrt. Er setzt sich mit den Ereignissen rund um den Angriff auf ein Asylbewerberheim 1992 in Rostock auseinander und beleuchtet diese aus verschiedenen Perspektiven. „Eine Geschichte, die den Zuschauer wie mit einer schmerzhaften Ohrfeige zur eigenen Pflicht zur Mitmenschlichkeit und Hilfsbereitschaft ermahnt“, urteilten die Juroren.

Der Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds verleiht den Friedenspreis seit 2002 in wechselnden Kategorien in Gedenken an den Filmemacher Bernhard Wicki („Die Brücke“). Preisträger früherer Jahren waren unter anderem die Schauspieler Maximilian Schell und Sibel Kekilli sowie die Regisseure Marc Rothemund und Oscar-Gewinner Florian Henckel von Donnersmarck.

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