Neuscharrel - In Teamarbeit verlegen Hans Werner, Balduin Flatken, Matthias Flatken und Heinz Stammermann, alle ehrenamtliche Helfer der Kirchengemeinde, die letzten Pflastersteine. Nach langen organisatorischen Vorbereitungen, intensiven Sammleraktionen im Ortsteil, viel ehrenamtlicher Arbeit und handwerklichem Können steht die Sanierung und Umgestaltung der Leichenhalle in Neuscharrel kurz vor dem Abschluss. Wie berichtet, wurde im Sommer mit der Sanierung der in den 70er Jahren gebauten Leichenhalle begonnen.
Würdiger Rahmen
„Das ist ein froher Tag in der Geschichte des Ortes, denn das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen und zeigt einmal mehr, was alles bewirkt und geschaffen werden kann, wenn viele zusammen stehen und sich engagieren“, sagt Pfarrer Michael Borth. Die neue Leichenhalle ist hell und licht geworden. Der Trauerzug kann nun durch einen neu geschaffenen Seitenausgang seinen Weg auf den Friedhof nehmen.
Die neue Wegeführung um die Leichenhalle sowie die technischen und baulichen Verbesserungen, unter anderem des Daches, der Fenster und Kühlanlage in den Leichenkammern, tragen dazu bei, dass auch künftig Beerdigungen den Bedürfnissen der Trauernden und der Würde der Verstorbenen gleichermaßen gerecht werden können.
„Das ist sehr erfreulich“, blickt Kirchenprovisor Bernd Rieken auf die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, die in Eigenleistung das Projekt unterstützen. Die Kosten der Sanierung und Umgestaltung wurden auf rund 53 000 Euro beziffert. Eine endgültige Abrechnung liege noch nicht vor, so Rieken.
„Dies war alles nur möglich, weil zahlreiche Helfer bereit waren, sich für dieses Anliegen zu engagieren“, so Pfarrer Borth. Er danke Architekt Theo Dwertmann, dem Kirchenausschuss St. Marien, darunter Werner Fuhler und Hans Werner sowie Provisor Bernd Rieken, dem Pfarreirat mit dem Gemeindeausschuss Neuscharrel mit Wilma Thoben-Esens. Auch das Engagement der zahlreichen Spender und ehrenamtlichen Helfern lobte er: „Mit Freude und mit Stolz auf das Geschaffene werden wir die Leichenhalle einsegnen“.
Die Heilige Messe beginnt am Sonntag, 19. Oktober, um 15 Uhr in der St.-Ludger-Kirche. Anschließend geht es gemeinsam zur Leichenhalle, um sie für ihre Aufgabe zu segnen und die Verstorbenen zu ehren. Die Teilnehmer erhalten dazu gesegnete Kerzen für ihre Gräber.
Kapelle besichtigen
Nach den Feierlichkeiten wird im Jugendheim Kaffee und Kuchen angeboten. Der Erlös ist für die Friedhofskapelle bestimmt. Natürlich wird die Leichenhalle zur Besichtigung geöffnet sein.
Die Heilige Messe am Sonnabend, 18. Oktober, 19 Uhr, fällt wegen der Einweihungsfeier aus.
