Ramsloh - Nach achtmonatiger Bauzeit hat die katholische Kirchengemeinde St. Jakobus ihre Kapelle auf dem Friedhof in Ramsloh fertiggestellt. Die Feier zur Einweihung der neuen Aussegnungsräume findet am Mittwoch, 28. Dezember, um 10 Uhr in der Friedhofskapelle statt. Sie beginnt mit einer Andacht und der Einsegnung. Anschließend werden die Räumlichkeiten vorgestellt und einige Grußworte gesprochen. Danach werden sich die rund 100 geladenen Gäste im Pfarrheim zu einem kleinen Imbiss mit Getränken treffen. Am Nachmittag ab 14 Uhr stehen die Aussegnungsräume der Öffentlichkeit zur Besichtigung offen.
„Der seinerzeit angesetzte Kostenrahmen von rund 650 000 Euro wird nicht nur eingehalten, sondern wir werden auch unter 600 000 Euro bleiben“ versichert Pfarrer Ludger Fischer. Er freue sich, trotz der allgemein gestiegenen Handwerker- und Baustoffpreise den angedachten Kostenrahmen noch deutlich unterschreiten zu können, wenngleich noch nicht alle Handwerkerrechnungen vorliegen.
„Viele der am Bau beteiligten hiesigen Unternehmen unterstützten uns tatkräftig und sind uns bei den Preisen oftmals großzügig entgegengekommen“, freut sich Fischer, der aber auch deutlich macht, dass für die Kapelle trotz der schon erbrachten Spenden von etwa 70 000 Euro noch weitere Spenden benötigt werden.
In der neuen Kapelle gibt es einen Verabschiedungsraum für bis zu 100 Personen. Der renommierte Kirchenarchitekt Theo Dwertmann aus Cappeln hat das Gebäude entworfen. Dieses sieht neben einem offenen und überdachten Bereich auch einen Aussegnungsraum vor. Dem schließt sich ein Bereich mit drei Kammern für die Aufbahrung von Verstorbenen an. Ein weiterer Raum für die Vorbereitung kann bei Bedarf als vierte Kammer für Aufbahrungen genutzt werden. Weiter enthält das Gebäude WC-Anlagen und Räumlichkeiten zur Unterbringung von Dingen.
Das Dach der Aussegnungshalle zieht sich um gut 3,50 Meter über den Aussegnungshof. Das Portal mit dem Kreuz und der gläsernen Fassade symbolisiere den Eingang in ein neues Leben und eine neue Welt, betonte Dwertmann seinerzeit bei der Vorstellung. Die Aussegnungshalle hat eine Größe von etwa 100 Quadratmetern; insgesamt ist das Gebäude 217 Quadratmeter groß und umfasst 1150 Kubikmeter umbauten Raum.
Zurzeit werden noch Abschlussarbeiten erledigt. Der Landschaftsgärtner gestaltet noch den Platz zwischen Straße und Aussegnungshalle. Bezeichnend ist hier das von Alfred Bullermann entworfene und in Zusammenarbeit mit einer Firma aus Ramsloh erstellte Kreuz mit der gläsernen Gelboptik.
Mit dem Ausräumen und Entkernen der alten 1968 erbauten und 1996 noch einmal erweiterten Friedhofskapelle hatte die Kirchengemeinde Ende März dieses Jahres begonnen. Sie entsprach längst nicht mehr der heutigen Zeit. Später rückte der Abrissbagger an und machte das alte Bauwerk in wenigen Stunden dem Erdboden gleich.
