FRIEDRICHSFEHN - Beschlussvorlagen, Austausch an Informationen und ein Vortrag über Chancen und Gefahren von Sozialen Netzwerken im Internet standen auf der Tagesordnung der Ammerländer Vollversammlung (AVV) der Evangelischen Jugend im Kirchenkreis Ammerland. Gut 40 Delegierte aus verschiedenen Kirchengemeinden kamen am Sonnabend im Gemeindehaus Friedrichsfehn zusammen. Erstmals war die Vollversammlung zu Gast bei der lutherischen Kirchengemeinde Friedrichsfehn/Petersfehn.
Vier Mal im Jahr treffen sich Vertreter der Evangelischen Jugendarbeit sowohl Hauptamtliche als auch ehrenamtlich tätige Jugendliche und junge Erwachsene, um sich über ihre Arbeit auszutauschen. Unter Leitung der Vorsitzenden Tina Henkensiefken aus Ocholt stand an diesem Nachmittag der Vortrag über die Sozialen Netzwerke im Internet im Mittelpunkt.
Zusammen mit Oliver Koppelkamm aus Apen hatte Tina Henkensiefken das Referat erarbeitet. Nach dem Vortrag hatten die Delegierten die Möglichkeit, sich in Kleingruppen über eigene Erfahrungen mit sozialen Netzwerken im Internet, die von Kontakten unterschiedlichster Art bis hin zum Cyber-Mobbing reichten, auszutauschen. Die diskutierten Inhalte und mögliche Konsequenzen für die Jugendarbeit in der Kirche sollen nach Möglichkeit in die Arbeit vor Ort einfließen.
An diesem Nachmittag wurden aber auch einige Beschlüsse gefasst, die in den einzelnen Kirchengemeinden umgesetzt werden sollen. Dazu gehört unter anderem die Entscheidung, zu prüfen, wie der AVV-Beschluss des vergangenen Jahres, Produkte der Firma Coca-Cola zu boykottieren, umgesetzt wurde. Mit dem Boykott, der vorerst bis April 2011 andauern soll, protestiert die AVV gegen die Geschäftspraktiken des Konzerns in Indien und in Ländern Lateinamerikas.
Weiter möchte die AVV ihre Mitglieder ermuntern, in ihren Kirchengemeinden Anträge zu stellen, um die Teilnahme ehrenamtlicher Mitarbeiter beim Kirchentag im Mai dieses Jahres in Dresden fördern zu lassen. Die Ammerländer Vollversammlung ist davon überzeugt, dass der Kirchentag wichtige Impulse auch für die Arbeit in den Gemeinden vermittelt und gleichzeitig, so die anwesenden Delegierten, das Bewusstsein von der Größe und Internationalität der christlichen Kirchen stärkt.
