FRIEDRICHSFEHN - Am Sonnabend wurde an vielen Haustüren in Friedrichsfehn, Wildenloh und Klein Scharrel geklingelt: Begleitet von den Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichsfehn, waren vom Morgen bis in den Nachmittag hinein Mitglieder der Jugendfeuerwehr Friedrichsfehn unterwegs, um Weihnachtsbäume einzusammeln.
Die Sammelaktion wurde zum ersten Mal in der Ortschaft angeboten. 18 Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr und gut 25 Erwachsene der Freiwilligen Feuerwehr nahmen das zum Teil schlechte Wetter im Kauf, um nicht nur die ausgedienten Tannenbäume einzusammeln, sondern gleichzeitig auch um eine Spende für die Arbeit der Jugendfeuerwehr zu bitten.
Die jungen Mitglieder machten dabei überwiegend positive Erfahrungen. Zu ihnen gehörte auch die zehnjährige Omneya Lindner, die zusammen mit dem 13-jährigen Jonas Michalowski und der elfjährigen Jana Ritter eine Gruppe bildete, die durch einige Erwachsene ergänzt wurde. „Zuerst sind Jonas und ich zusammen zu den Häusern gegangen. Doch damit es schneller geht, sind wir jetzt einzeln unterwegs“, erzählen sie. Die Menschen waren überwiegend nicht nur ausgesprochen freundlich, sondern zum großen Teil auch spendierfreudig. Die Beträge reichten von 50 Cent bis zu 20 Euro. „Einer gab uns auch zehn Euro, obwohl er keinen Tannenbaum mehr hatte“, freute sich Omneya.
Auch Jonas und Jana hatten trotz der Regenschauer viel Spaß an der Aktion. „Ich verstehe mich gut mit den anderen in der Jugendfeuerwehr. Und heute sind auch die Erwachsenen dabei. Zum ersten Mal machen wir hier etwas gemeinsam“, erklärte Jonas. Passend zur Temperatur konnten die jugendlichen Teilnehmer zum ersten Mal ihre Feuerwehrjacken tragen, die sie am Morgen erhalten hatten.
Die Idee zur ersten Tannenbaumsammelaktion der erst im September ins Leben gerufenen Gruppe hatten die beiden Leiter Harald Deeken und Florian Meyer. Überrascht waren beide über die große Bereitschaft nicht nur der Feuerwehrkameraden, sondern auch weiterer Einwohner. Privatpersonen stellten insgesamt sechs Trecker und Anhänger zur Verfügung, so dass an mehreren Stellen gleichzeitig gesammelt werden konnte. Die Bäume wurden zu Günter Hilgen gebracht, wo auch in diesem Jahr ein großes Osterfeuer stattfinden wird.
An der B 401 wurden die Bäume übrigens nicht eingesammelt, auch wenn sich das mancher Anwohner gewünscht hätte. „Die Verkehrssituation ist für die Kinder und Jugendlichen hier einfach zu gefährlich“, erklärt Harald Deeken.
Auf Grund des Erfolges soll die Aktion im kommenden Jahr wieder angeboten werden, zumal das eingenommene Geld ausschließlich der Arbeit der Jugendfeuerwehr zugute kommt.
