FRIESOYTHE - Zu einem Ausflug zur Klosterstätte Ihlowerfehn hatte Dechant Borth seine älteren Mitbrüder des Dekanates, die sogenannten Emeriti, eingeladen. Die Fahrt wurde von Pfarrer em. Herbert Graf von Merveldt und Diakon em. Otger Eismann vorbereitet. „Die heutige Klosterstätte, eine nach Plänen von 1744 nachgebildete Rekonstruktion eines ehemaligen Zisterzienserklosters, liegt inmitten in eines riesigen Waldgebietes und ist über einen etwa 800 Meter langen Fußweg durch eine Allee zu erreichen“, berichtete Eismann. In seiner Blütezeit wohnten und arbeiteten hier mehrere hundert Mönche und Laienbrüder, die nach der benediktinischen Grundregel „Ora et labora“ (Bete und arbeite) lebten, so Eismann weiter. Das Kloster bestand ununterbrochen mehr als 300 Jahre und wurde infolge der Wirren der Reformation um 1500 aufgelöst. Nach der Auflösung zerfielen die Klostergebäude zusehends.
Besonders beeindruckend für die Besucher aus Friesoythe war der unterirdische „Raum der Spurensuche“, dort befindet sich eine Ausstellung zur Klostergeschichte und ein Andachtsraum, wo die Reisegruppe am Ende ihres Besuches gemeinsam die Vesper betete.
