Friesoythe - Stolze 60 Jahre wird die Bläsergruppe des Hegerings Friesoythe. „Gefeiert wird in diesem Jahr im kleinen Kreis, bei dem bestimmt über die eine oder andere Geschichte gelacht wird“, sagt Ellen Knelangen, Obfrau für Öffentlichkeitsarbeit in der Jägerschaft Friesoythe.
Große Erfolge konnten die Bläser aus Friesoythe in den Jahren ihres Bestehens mit den Hornfesselspangen in Bronze (vier Mal), Silber (drei Mal) und Gold (drei Mal) verzeichnen. Die Teilnahme am jährliches Kreisbläsertreffen ist immer ein besonderer Anlass. Auch am Landeskürwettbewerb in Rastede haben die Bläser in diesem Jahr teilgenommen.
Die Jagdmusiker begleiten fröhliche Anlässe wie Jäger-Geburtstage und -Hochzeiten mit musikalischen Grüßen, aber auch Beerdigungen. „Die Bläser der Bläsergruppe Friesoythe spielen Naturhörner, auch Fürst Pless Horn genannt. Sie müssen in der Tonfindung ohne Ventile auskommen. Das schränkt auf der einen Seite zwar den Tonumfang ein, verleiht der Jagdmusik aber gleichzeitig ihren ganz besonderen Charakter“, so Knelangen. Es werden Jagdsignale aber auch Jagdmärsche vorgetragen. Die Friesoyther haben sogar eine eigene Komposition, das Stück heißt „Zum Clauener Moor“ und wurde bereits von Gründungsmitgliedern komponiert.
Angefangen hat alles im Jahre 1957. Damals gründeten der Hegeringleiter Hermann Preut, Bernhard Maas, Heinz Knelangen, Theodor Toben, Clemens Kemper, Georg Behrens und Josef Lübbers die Jagdhornbläsergruppe. Es war die erste ihrer Art im Landkreis. Bereits 1958 hatte sie ihren ersten öffentlichen Auftritt bei der Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Cloppenburg. Weitere Bläser kamen dazu, so dass die Gruppe heute 31 Mitglieder zählt.
Geleitet wird die Bläsergruppe vom Bläserobmann Theodor Pancratz und dem Musikalischen Leiter Udo Arends. Wöchentlich treffen sich die Mitglieder zum Übungsabend beim Hotel Landhaus Pollmeyer in Vordersten Thüle. Während der Übungsabende werden Jagderlebnisse und -erfolge ausgetauscht, ein Hauch von Jägerlatein darf da nicht fehlen.
Auch wenn es immer noch manchmal so genutzt wird: In Zeiten der Mobiltelefone rückt das eher in den Hintergrund. Das jagdliche Brauchtum lässt jedoch die uralte Tradition fortbestehen, etwa wenn nach einem Jagdtag die Strecke gelegt und das Wild verblasen wird. Aus den einfachen Signalen hat sich außerdem längst eine eigene Jagdmusik entwickelt, die ihre faszinierende Wirkung auch auf Nicht-Jäger entfaltet.
