Friesoythe - Die wohl bekannteste Kürbisdekoration und ein absoluter Dauerbrenner: Die unheimliche Halloween-Fratze. Vor allem für Kinder ist sie jedes Jahr aufs Neue ein Spaß. Doch gruselige Grimassen sind nicht für jedermann etwas. Neben ihr gibt es noch unzählige andere Möglichkeiten, seinen Kürbis in Szene zu setzen.

„Zierkürbisse eignen sich gut zum Dekorieren, allerdings sind sie zu hart zum Aushöhlen“ erklärt Kürbisexpertin Friederike Kröger. Die junge Frau züchtet und verkauft selbst Kürbisse auf dem Familienhof Kröger in Pehmertange.

Blumenmuster sind dieses Jahr im Trend und auch beim Kürbis eine schöne und individuelle Alternative. Hierfür eignet sich besonders eine Modellierschlinge. Mit ihr wird nur die äußere Schicht des Kürbisses abgetragen, wodurch das Licht später schwach durchscheint und so eine gemütliche Atmosphäre schafft. Bei dieser Methode ist zudem ein kleines Messer vorteilhaft, mit dem Ecken und Kanten vorab leicht angeritzt werden können. So erhält man ein noch präziseres Ergebnis. Aber natürlich können die floralen Muster auch ganz herkömmlich in den Kürbis geschnitzt werden.

Auch diejenigen, die ungern ein Messer in die Hand nehmen, müssen nicht verzichten. Mit dem Bohrer oder einem Fruchtentkerner lassen sich wunderschöne Mandalas und Muster erstellen und das Bemalen der Kürbisse ist eine ungefährliche Gestaltungsmöglichkeit, besonders für Kinder. Sie können kunterbunt angemalt werden und passen damit perfekt zur Farbvielfalt des Herbstes.

Der Kürbis eignet sich jedoch nicht nur als Dekoration vor der Tür, auch im Haus ist er ein echter Hingucker. Zusammen mit bunten Blättern, Kastanien und kleinen Sträuchern bildet er eine farbenfrohe Tischdekoration. Wer weniger auf Traditionelles steht, kann seinen Kürbis auch mit anderen Dingen, zum Beispiel Glitzersteinen, verzieren oder ihn in Kombination mit Kunstblumen als Vase umfunktionieren.

Bei den verschiedenen Methoden muss der Kürbis natürlich zunächst ausgehöhlt werden. Dabei ist es wichtig, zu berücksichtigen, wie man den Kürbis dekorieren möchte. Bei einer schaurigen Grimasse bietet es sich an, den Inhalt von oben zu entfernen und den oberen, abgeschnittenen Teil später als Deckel zu verwenden. Falls man jedoch ein Muster erstellen oder den Kürbis als Tischdekoration verwenden möchte, ist es schöner, wenn der Kürbis von unten ausgehöhlt wird.

Neben den unterschiedlichen Dekorationsvarianten lassen sich aus dem entfernten Inneren des Kürbisses auch schmackhafte Leckereien zaubern. Ganz klassisch bietet sich hier die Kürbissuppe oder das Kürbisbrot an. Für die, die es etwas außergewöhnlicher mögen, wäre eine Kürbislasagne oder ein Flammkuchen eine interessante Alternative. Und auch die Kuchenliebhaber kommen mit einem Kürbiskuchen oder leckeren Muffins nicht zu kurz.

„Der Hokkaido ist besonders gut zum Kochen geeignet“ rät Friederike Kröger. Man müsse aber schnell sein, falls man noch einen Hokkaido-Kürbis kaufen möchte, denn bei ihr ist die Sorte bereits ausverkauft. Ölkürbisse seien jedoch genauso gut und somit eine Alternative. Zudem empfiehlt die Kürbisexpertin für eine optimale Lagerung und Haltbarkeit der Kürbisse eine kühle und trockene Umgebung.