FRIESOYTHE - „Nächstes Jahr singen wir ein Duett.“ Das hatte Moderatorin Annika Kipp im vergangenen Dezember beim Gala-Abend des Niedersachsen Sound Orchesters Bösel in Friesoythe leichtsinnig dem Sänger Thorsten Lager versprochen. Am vergangenen Wochenende löste die SAT-1-Fernsehmoderatorin ihr Versprechen nun beim sechsten Gala-Abend des NSO im Forum am Hansplatz ein: „Fly me to the Moon“ lautete ihr Titel, den sie gemeinsam sangen. Doch es war nicht die einzige Überraschung, die die Abende zu bieten hatten. Das Orchester hatte im Vorfeld einige Neuerungen in ihrem Programm versprochen – und sollte Wort halten.
Das Böseler Orchester gab diesmal gleich zwei Gala-Abende im Forum. Damit trug man der großen Nachfrage in den Vorjahren Rechnung. War der erste Abend fast ausverkauft, war für das zweite Konzert am Sonnabend keine Karte mehr zu kriegen. Die Zuschauer erlebten eine Reise durch ein vielseitiges Programm, das zum Träumen, Innehalten und zum Mitmachen einlud.
Charmant und in ihrer souveränen Art führte erneut Annika Kipp durch das Abendprogramm. Mit „Italo Pop Classics“ begann die musikalische Reise des NSO Bösel. Mit fantastischer Swing Musik von Glenn Miller setzte das Orchester dann einen ersten Höhepunkt des Gala-Abends. Dabei überzeugten Jule Gardewin am Saxophon und Stefan Lübben an der Trompete.
Begeisterung löste beim Publikum ein Tribut an den King of Pop Michael Jackson aus. Hier taten sich als Solisten Andreas Lübben(Trompete), Henning Kock (Posaune) und Corvin Linke (Saxophon) hervor. Sängerin Jessica Wetjen verkörperte die in diesem Jahr verstorbene Sängerin Amy Winehouse mit dem Song „Valerie“. Aber auch Nadine Lager und Christina Geisler überzeugten mit ihren kräftigen Stimmen. Fehlen durfte auch nicht Stücke von Robbie Williams: „Let me entertrain you“ spielte das Orchester unter Dirigent Heinrich Lübben.
Spannend wurde es bei „Moment for Morricone“: Die über 50 Musiker schafften es, in einem harmonischen Zusammenspiel das Bild des weltberühmten Westerns „Spiel mir das Lied vom Tod“ hervorzurufen. Beim Schlusslied „Youll be in my heart“ hatte sich das Böseler NSO für eine Melodie aus Tarzan entschieden, bevor die Besucher lautstark Zugaben forderten und den Abend mit tosendem Beifall und vielen lobenden Worten belohnten.
Showeffekte gehören zum Gala-Konzert immer dazu: Bei mehreren Liedern sprühten Feuerfontänen aus dem Boden. Zum Ende des Konzertes regnete es „Gold“ vom Himmel. Ein Gala-Konzert der Perfektion.
