FRIESOYTHE/HANNOVER - Der Erlös des Konzerts kommt der Nachwuchs- und Jugendarbeit zugute. Das Forum war nicht ausverkauft.

von Fritz Kreyenschmidt

FRIESOYTHE/HANNOVER - „Ich lade gern mir Gäste ein. . “ von Johann Strauß, Sohn, unter diesem Motto stand das Benefiz-Konzert des Heeresmusikkorps 1 aus Hannover, zum dem der Kreismusikverband Cloppenburg ins Forum am Hansaplatz in Friesoythe eingeladen hatte. Die Militärmusiker boten unter der Leitung von Oberstleutnant Friedrich Szepansky eine bunte musikalische Mischung durch mehrere Jahrhunderte Blasmusik.

Der Dirigent führte auch durchs Programm und stellte gleich in Anspielung an das Motto humorvoll klar „ . . . und langweilt sich jemand, so werfe ich ihn hinaus zur Tür“. Doch das war nicht notwendig, denn die Profimusiker der Bundeswehr begeisterten das Friesoyther Publikum mit ihren flotten Rhythmen. Das Heeresmusikkorps 1 feiert am 1. Juli in Hannover mit einem großen Konzert 50-jähriges Bestehen. „Da das gesamte Publikum nicht zum eigentlichen Jubiläumskonzert kommen kann, kommen wir zum Publikum“, betonte der dirigierende Oberstleutnant.

Begrüßt wurden die Musiker vom Vorsitzenden des Kreismusikverbandes Martin Engbers. Sein Gruß galt auch vielen Ehrengästen unter ihnen die Mitglieder des niedersächsischen Landtags Renate Geuter (SPD) und Karl-Heinz Bley (CDU), Pfarrer Michael Borth, der stellvertretende Landrat Hartwig Frerichs, Bösels Bürgermeister Gerd Höffmann, die stellvertretende Bürgermeisterin des Saterlandes Marianne Vogel sowie Friesoythes Bürgermeister Johann Wimberg. Der überraschte die musizierenden Soldaten, die er als die sympathischste Seite der Bundeswehr apostrophierte, mit dem „Stadtbild“ Friesoythe als Dank und Anerkennung für das Benefizkonzert zu Gunsten der Jugendarbeit des Kreismusikverbandes verbunden mit den Glückwünschen zum Jubiläum.

Dirigent Oberstleutnant Szepansky, der wortgewandt und mit Humor durchs Programm führte, betonte, dass man im Rahmen des Festkonzertes musikalisch illustre Gäste erwarte. Die stimulierende Champagnerlaune für den Rahmen des Konzerts besorge die Strauß-Dynastie mit Vater und Sohn. In den verschiedenen Musikbeiträgen wetteifere eine aufgebrachte Königin mit einem weinseligen Haremswächter.

Ein Friseur bringe Fürstenhöfe durcheinander und ein vermeintlicher Dieb beschenke ritterlich die Armen und lasse Frauenherzen höher schlagen, so kündigte der Oberstleutnant Stücke wie die Arie „Königin der Nacht“ (von Wolfgang Amadeus Mozart), die Ouvertüre zur Oper „Die Hochzeit des Figaro“, (W. A. Mozart), Frauenherz-Polka-Mazurka (Josef Strauß) oder Robin Hood (M. Kamen) an. „Pariser Einzugmarsch“ (J. H. Walch) „Alexandermarsch“ (A. Leonhardt), „In Treue fest“ (C. Teik), „Zum Städele hinaus“ (G. Meissner) und „Marsch nach Motiven“ aus Quadrillen (J. Strauß, Vater) waren neben vielen anderen Stücken zu hören. Das Publikum applaudierte den gelungen, perfekt vorgetragenen musikalischen Darbietungen. Am Ende wurden die Musiker mit begeistertem Beifall gefeiert und nicht ohne Zugabe von der Bühne gelassen. Zu dem hervorragenden Konzert passte nicht ganz, dass die mit fast 400 Besuchern mit 460 Sitzen bestuhlte Halle nicht

ausverkauft war.