FRIESOYTHE - Perfekt gestartet wurde der Friesoyther Herbstmarkt mit dem großen Kinderspielfest, das die Stadtjugendpflege unter der Leitung von Matthias Wekenborg organisierte. Mit im Boot war in diesem Jahr das Team der Katholischen Öffentlichen Bücherei St. Marien, die das Fest als Abschlussveranstaltung des „Julius“-Projektes (Jugend liest und schreibt) mitgestaltete.

Das von der Bücherei in den Sommerferien durchgeführte Projekt sollte Kinder und Jugendliche an das Lesen heranführen, zum Besuch der Bücherei motivieren und zudem Mut zum Schreiben machen, indem es galt, die Inhalte der gelesenen Bücher in kurzer Form schriftlich wiederzugeben.

Zeitgleich mit dem Öffnen der Buden, Stände und Fahrgeschäfte begann der bunte Kindernachmittag im Festzelt mit Spaß pur.

In einem Vorlesezelt las die Bibliotheksleiterin Birgit Meyer-Beylage den kleinsten Kindern spannende Abenteuergeschichten vor. Unterhaltung boten Wurf- und Glücksspiele, ein Quiz, eine Schminkecke, eine Malaktion, das Basteln von Luftballonfiguren und die Buttonherstellung.

Nach rund einstündiger kreativer Eigengestaltung durch die Kinder gehörte die Bühne Zauberer Ecki, der verblüffende Zaubertricks vorführte. Es verschwanden Kugeln, die plötzlich an anderer Stelle völlig überraschend wieder auftauchten, Knoten in Seilen lösten sich wie von selbst und zerschnittene Seile präsentierten sich völlig unerklärlich wieder in ursprünglicher Länge.

Der Künstler verstand es nicht nur die Kinder mit seinen Zaubertricks und „coolen Sprüchen“ zu faszinieren, sondern integrierte die Kids, die als Assistenten vielfach auf der Bühne waren, in sein Programm. Der Beifall des jungen Publikums sowie der interessiert zuschauenden Mütter und Väter war dem Magier immer wieder sicher.

Nach den Darbietungen des Zauberers wurden die fleißigsten Leser des „Julius-Projekts“ ausgezeichnet und die „Julius-Diplome“ überreicht. Belohnt wurden auch die besten Arbeiten der Kinder, die sich am Kreativ-Wettbewerb des Julius-Projekts beteiligten, dabei ging es darum eine „Julius-Figur“ zu basteln oder malen.

Birgit Meyer-Beylage lobte die Kinder für ihren Leseeifer und dankte Matthias Wekenborg, der die Julius-Aktion sehr stark und kreativ unterstützt habe. Von ihm war der große „Holz-Julius“ gebastelt und der Kreativwettbewerb organisiert worden. Bürgermeister Johann Wimberg würdigte den Wettbewerb als Bildungsarbeit. Das Lesen von Büchern gehöre zu den sinnvollsten Freizeitbeschäftigungen überhaupt. Kinder und Jugendliche hierzu zu motivieren verdiene Anerkennung und Unterstützung, so Wimberg. 50 Mädchen und Jungen erhielten das „Julius-Diplom“, sie hatten mindestens drei Bücher gelesen und konnten den Inhalt wiedergeben. Den 1. Preis mit zwölf gelesenen Büchern sicherte sich Veronika Albers. 2. Nele Cloppenburg, (10 Bücher) 3. Tamina Heimann, (9), 4. Lukas Burrichter, (7).

Die Preisgewinner beim Julius-Kreativwettbewerb waren: Basteln: Jasmin Schiwy, Lars Lammers, Bernd Olliges. Beim Malen: Sarah Drees, Lea Dewenter und Nico Lammers.