FRIESOYTHE -
Die Kammersinfonie Oldenburg spielt am 20. Juni im Forum am Hansaplatz. Der Erlös geht an ein Krankenhausprojekt von Dr. Kilombo. Fritz Kreyenschmidt
FRIESOYTHE - Eine enge Zusammenarbeit zum Wohle hilfsbedürftiger Menschen zwischen der St.-Marien-Kirchengemeinde Friesoythe und dem Rotary Club Friesoythe-Artland-Cloppenburg hat es in der Vergangenheit mehrfach gegeben. Jetzt haben Pfarrer Michael Borth und Rotary-Präsident Thomas Cloppenburg mit einem Benefizkonzert gemeinsam ein neues Projekt vorgestellt.Der Rotary Club unterstützt ein Projekt der katholischen Kirchengemeinde St. Marien, die den Aufbau einer Krankenstation von Pfarrer Dr. Kilombo in Shenga (Republik Kongo) intensiv fördert. Am Mittwoch, 20. Juni, gestaltet die Kammersinfonie Oldenburg einen Konzertabend im Forum am Hansaplatz. Die 45 Musiker unter der Leitung des Dirigenten Urs Borer spielen unter dem Motto „Europa: Musik ohne Grenzen“. Vorgetragen werden die Stücke: Prelude aus Te Deum, Eurovisionsmelodie (Charpentier), L’ Arlesienne Suite, Carmen Suite Nr.1 (Bizet), Rosamunde, Ballettmusik (Schubert), Romanze in F-Dur für Violine und Orchester (Beethoven), Csardas für Violine und Orchester (Monti), Norwegischer Tanz Nr. 2 (Grieg), Slawische Tänze op. 46 (Dvorak), Walzer aus der Jazz-Suite Nr. 2 (Schostakowitsch) und Pomp and Circumstances (Elgar). Als Sologeigerin tritt die 23-jährige Anna Schubert-Meister auftreten. Sie hat mehrere Landes- und Bundespreise beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ gewonnen.
Der Kartenvorverkauf beginnt am 7. Mai (Eintritt für Erwachsene 15 Euro, für Schüler 10 Euro). Die Einnahmen des Konzertabends, der von den Mitgliedern des Rotary Clubs finanziert wird, kommen komplett dem Bau der Krankenstation zu Gute. Dr. Kilombo, der 2001 für ein Jahr zur pastoralen Mithilfe in Friesoythe war und danach vielfach hier zu Besuch weilte, ist schon mit rund 35 000 Euro von der St.-Marien-Gemeinde unterstützt worden.
Pfarrer Michael Borth, Gerhard Bolten und Dr. Thomas Hanisch werden vom 11. bis 26. Juni in den Kongo fahren. „Wir wollen uns über das Erreichte informieren, um den Menschen hier konkret sagen zu können, wie viel Hilfe noch benötigt wird“, so Borth.
Ziel des Rotary Clubs sei es, die Lebensqualität Benachteiligter zu verbessern. Unterstützt würden lokale, nationale und internationale Projekte, so Cloppenburg. Im vergangenen Jahr hat der 43 Mitglieder zählende Club elf Maßnahmen mit insgesamt 21 500 Euro gefördert. In diesem Jahr will man gemeinsam mit dem RC Heliopolis East in der ägyptischen Hauptstadt Kairo Jugendlichen aus der Unterschicht die Chance geben, durch eine duale schulische und berufliche Ausbildung sich einen Arbeitsplatz sichern zu können.
