FRIESOYTHE - Als sich Gisela Spieker am 4. Oktober 2001 in der ehemaligen Dienststelle des Malteser-Hilfsdienstes an der Eichenstraße mit fünf weiteren Ehrenamtlichen traf, um den Hospizdienst Friesoythe zu gründen, ahnte sie noch nicht, wie nötig ihre Hilfe gebraucht wird. Jetzt – zehn Jahre später – sagt sie: „Diese rasante Entwicklung hatte ich nicht erwartet.“ Heute sind 24 ehrenamtliche Helfer in der ganzen Region kostenlos im Einsatz, um Sterbende auf dem letzten Weg ihres Lebens zu begleiten und Angehörige zu unterstützen.
„Sterben ist ein Thema, mit dem sich keiner gerne befasst. Umso wichtiger ist die Arbeit des Hospizdienstes“, sagte Friesoythes Bürgermeister Johann Wimberg. Die Arbeit habe mit kleinen Schritten begonnen und die Zahl der Hilfesuchenden sei stetig gestiegen, so Wimberg, der auch Schirmherr des Hospizdienstes ist. Gemeinsam mit Koordinatorin Gerda Spieker und dem Stadtbeauftragten der Malteser Friesoythe, Dr. Günter Meschede, stellte er am Dienstag das Programm zum zehnjährigen Bestehen vor. 2011 wird es einige Aktionen geben (siehe Info-Kasten).
In den vergangenen zehn Jahren habe der Hospizdienst Friesoythe mehrere hundert Begleitungen übernommen. „Das zeigt, dass wir gebraucht werden“, sagt Spieker. Für diese Aufgabe werden die ehrenamtlichen Helfer umfassend geschult und begleitet.
Seit Sommer 2010 sind die Ehrenamtlichen auch in der Kinderhospizarbeit tätig. „Jeweils zwei Begleiter betreuen und unterstützen die betroffenen Kinder sowie die Eltern und Geschwisterkinder“, erzählt Dr. Meschede. Für diese Aufgaben werden die Begleiter speziell durch Fortbildungen vorbereitet.
