FRIESOYTHE - Friesoythe entwickelt sich immer mehr zu einer Kunst- und Kulturstadt. Die Ausstellungen gleiten ineinander über, dem Ende der Ausstellung „Eisenart“ folgt jetzt die Ausstellung „Vier Künstler in vier Häusern“ im Rathaus am Stadtpark. Bürgermeister Johann Wimberg betonte, dass es im Jubiläumsjahr 700 Jahre Stadt Friesoythe viele Höhepunkte gegeben habe, denen jetzt mit der Ausstellung ein weiterer hinzugefügt werde.
Allen Bevölkerungsschichten solle im Jubiläumsjahr etwas Interessantes geboten werden, die Kunstausstellung trage dazu bei, sagte Wimberg. Die Ausstellung sei in enger Zusammenarbeit mit der Oldenburgischen Landschaft entstanden und werde der Öffentlichkeit im Rathaus zugänglich gemacht. Die Stadt schenke der Kunst und den Kunstschaffenden großen Respekt, so Wimberg, der sich über die große Resonanz zur Eröffnung der Kunstausstellung freute und betonte, dass die Besucher der Vernissage zum Teil von weit her angereist seien. Sein besonderer Gruß galt neben den Vertretern der Oldenburgischen Landschaft, Ehrenbürger Ferdinand Cloppenburg sowie den
Künstlern Julia Siegmund, Ralf Lake, Norbert Bücker und Burchard Vossmann.
Der Präsident der Oldenburgischen Landschaft Hans-Günter Lucke lobte die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Friesoythe. Friesoythe sei ein Leuchtturm in kulturellen Veranstaltungen. Die Ausstellung bezeichnete er in der Vielfalt beeindruckend und sie repräsentiere einen wichtigen Teil der gegenwärtigen Kunstszene.
Michael Henneberg, stellvertretender Geschäftsführer und Kunstexperte der Oldenburgischen Landschaft, bezeichnete das Friesoyther Rathaus als eine gute Adresse zeitgenössischer Kunst, mit der Ausstellung werde moderne Kunst aus dem Oldenburger Land in ihren besten Beispielen gezeigt. Bei der Vorstellung der Künstler betonte er, dass die Arbeiten von Julia Siegmund, eine gebürtige Friesoytherin, durch ihre poetische Verzauberung unmittelbar ansprechen und zutiefst berühren. Neben fragilen Leinwandarbeiten habe sie wunderbar duftige Radierungen geschaffen. Ihren Ölgemälden wohne Zauberhaftes inne. Die Kunst der Assoziation nehme bei Norbert Bücker einen sehr breiten Raum ein, hieß es. In Recklinghausen geboren kam er 1998 in den Landkreis Cloppenburg und machte sich durch viele Ausstellungen einen Namen.
Rolf Lake sei durch seine expressiven Köpfe, in denen er immer wieder die menschlichen Physiognomie und die Befindlichkeiten des Individuums thematisierte, sehr bekannt geworden.
Burchard Vossmann, 1954 in Garrel, geboren habe viele Ausstellung im In- und Ausland gehabt, er lebt und arbeitet in Berlin. Seine Objekte erweiterten die Ausstellung ganz erheblich, lobte Henneberg.
In der Zusammenschau der Arbeiten der vier vertretenden Künstler werde das gegenwärtige Kunstgeschehen in der Bundesrepublik Deutschland deutlich. Den Werken der Künstler wünschte Henneberg viele „rote Punkte“, damit sie dem Oldenburger Land erhalten bleiben. Die Ausstellung kann bis zum 23. November während der Öffnungszeiten des Friesoyther Rathauses besichtigt werden.
