FRIESOYTHE - Ein positiv überraschter Franz Willenborg begrüßte am Freitagabend die Zuschauer im Kulturzentrum Wassermühle in Friesoythe: „Mit so vielen Zuschauern haben wir gar nicht gerechnet.“

Einige der Gäste konnten nur stehend oder auf der Treppenstufe sitzend dem Konzert lauschen. 150 interessierte Menschen waren in die Wassermühle gekommen, um an der Musik der vier deutsche und russischen Gruppen teilzuhaben. Der Franziskuschor aus Friesoythe, der als integrativer Chor aus deutschen und russlanddeutschen Frauen besteht, und der Frauen-Singe-Kreis aus Altenoythe unter Leitung des Dirigenten Franz Willenborg hatten zwei russische Chöre zu einem gemeinsamen Folkloreabend eingeladen: Das Ensemble „Rodina“ und den Chor „Wosskresenje“aus Twer in Russland.

Den Anfang machten die beiden Gastchöre. Nach deutschen und plattdeutschen Volksliedern gab es von den russlanddeutschen Frauen um Katharina Geist, die auch als Solistin auftrat, russische Folklore geboten. Die Solistin konnte mit ihrem Auftritt die Menge begeistern, sie kokettierte mit dem Publikum und brachte die Leute mit ihrer stimmungsvollen Art, die Lieder vorzutragen, zum Lachen. Sie thematisierte auch die Problematik der fehlenden Männer im Franziskuschor. „Lassen sie mal zu Hause alles liegen und kommen sie mal bei uns vorbei“, lautete ihr Appell. Das Ensemble „Rodina“ konnte ebenfalls mit ihrer Sängerin Walentina Kabaewa glänzen. Auch sie riss die Zuhörer mit ihrer beeindruckenden Stimme förmlich in ihren Bann und spielte mit dem Publikum. Der letzte Teil des Abends gehörte dem Chor „Wosskresenje“, der mit seiner Stimmenvielfalt ein enormes Klangspektrum erreichte. Der neunköpfige Chor sang ebenfalls alte russische Volkslieder, die Ansagen jedoch wurden auf Deutsch

vorgelesen, was den Sängerinnen und Sängern auf der Bühne immer ein kleines Grinsen ins Gesicht trieb.