FRIESOYTHE - Freunde des Heimattheaters sollten sich die beiden letzten Wochenenden im März rot in ihren Kalendern markieren. Mit dem neuen Stück „Mannslü sind ok blod Minschen“ macht der Theaterverein Friesoythe die Aula der Realschule Friesoythe zur plattdeutschen Bühne.
Die Geschichte, die Regisseur Wolfgang Niehaus ausgesucht hat, hat es in sich: Linda Harmsen ist sauer. Ihr arbeitswütiger Ehemann Johann kommt nach getaner Arbeit in die Wohnung, küsst die Haushälterin und überreicht seiner Frau Hut und Mantel. Bei so viel Gleichgültigkeit und Vernachlässigung helfen nur drastische Maßnahmen, denkt sich Linda und zieht verärgert zu ihrer Nachbarin Hildegard. Vorher gibt sie der Haushälterin Lotte den Auftrag, alle besonderen Vorkommnisse sofort zu melden. So erfährt sie auch, dass ihr Mann, angestiftet von seinem Freund Robert, versucht, über Kontaktanzeigen Frauen kennenzulernen.
Turbulenzen, Krach und Unterhaltung sind vorprogrammiert. Man darf sich freuen auf Doris Berndmeyer, die als Haushälterin Lotte bei den Harmsens alles fest im Griff hat, auf Stefan Kösters, der als Johann Harmsen vor lauter Arbeit schon die Falsche küsst, und auf Mechthild Grunert, die sich als Linda Harmsen über ihren Mann ärgert, aber doch die richtigen Entscheidungen trifft. Heiner Wessels alias Robert Schmitt wird als vermeintlicher Frauenheld genauso begeistern, wie seine angeblich betrogene Ehefrau Thea, gespielt von Anika Lindner. Wilhelm Lübbers-Siemer als Johanns Bruder Gerd und Andrea Loschen als clevere Emalia Moorlock, Johanns Chefin, sorgen für viel Theater im Theater. Auch Margret Wellmann mischt als Nachbarin Hildegard kräftig mit.
