FRIESOYTHE - Bei der Hauptversammlung des Männergesangvereins (MGV) Friesoythe wurde über das vergangene Jahr Bilanz gezogen. Vorsitzender Bernd Elsen betonte, dass sich die Sänger bei der Vielzahl der Termine hervorragend bewährt hätten.
Diesem Lob schloss sich Dirigent Wilhelm Fleming an. Beide hoben das Bundessängerfest in Friesoythe hervor. Hier sei es durch die Verbindung von „Jung und Alt“ gelungen, viele Zuschauer zu mobilisieren. Die Vereinskasse weise nach den finanziellen Aufwendungen des letzen Jahres einen zufriedenstellenden Bestand auf.
Kassenwart Alois Lübbers wurde eine ordnungsgemäße Kassenführung bescheinigt und Entlastung erteilt. Anschließend setzte sich Wilhelm Fleming mit der Kritik einiger Sänger an dem aus ihrer Sicht zu hohem Anteil englischen Liedgutes bei den Übungsabenden auseinander. Wenn dieser Anteil in den letzten Jahren gestiegen sei, so sei dies auf das Bestreben zurückzuführen, jüngere Sänger zu gewinnen. Dies gelinge weniger mit dem althergebrachten Repertoire an Volksliedern. Jüngere Menschen hören auch in ihrer Freizeit überwiegend englischsprachige Lieder.
Nach dem mehrfachen Mitwirken bei Hubertusmessen mit zusätzlicher Aufführung einer Jagdfantasie im Dwergter Wald und in Vress laufen zur Zeit Verhandlungen, diese Veranstaltung in Friesoythe an den Fischteichen durchzuführen. Die Mitglieder signalisierten eine große Bereitschaft.
Im Anschluss wurden die Mitglieder mit den wenigsten Fehlzeiten hervorgehoben: Bei der großen Anzahl von Veranstaltungen gelang es nur Erwin Plaggenborg, immer anwesend zu sein. Josef Bahlmann fehlte insgesamt nur zweimal.
Zum Abschluss richtete Heinrich Kuhlmann einen eindringlichen Appell an alle Mitglieder. Jedermann könne feststellen, dass in den letzten Jahren immer weniger Feste durch Vereine ausgerichtet würden. Nur wenn sich die Sängerinnen des Frauenchores und die Sänger des Männergesangvereins weiterhin bemühen würden, neben der eigenen Teilnahme auch Freunde und Bekannte mitzubringen, bliebe dem Sängerfest, einem Fest mit einer besonderen Qualität, ein ähnlich trauriges Schicksal erspart.
