Friesoythe - Das Ziel, das alte Stadttor Lange Pforte wieder an historischer Stätte (Ecke Lange Straße/Bahnhofstraße/Burgstraße) in Friesoythe aufzubauen, wurde vom gleichnamigen Verein nicht erreicht. Mehr als 400 Jahre war das Stadttor Lange Pforte prägend für die Stadt, bevor es 1945 im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Mit dem Bau des Stadttor-Denkmals, das der Schmied Alfred Bullermann im Auftrag des Vereins für rund 80 000 Euro erstellte, lebt die Geschichte der Eisenstadt weiter – der Verein hingegen nicht.

Dieser wurde am Dienstagabend auf der Mitgliederversammlung im Kulturzentrum Alte Wassermühle einstimmig aufgelöst. „Mit dem Bau des Denkmals haben wir letztlich dann doch den Zweck erreicht. Auch wenn es nicht das war, was wir ursprünglich wollten. Wir können nun den Verein nach 22 Jahren seit Gründung auflösen“, hatte Georg Lithmathe, Vorsitzender des Stadttorvereins, den Mitgliedern zuvor vorgeschlagen.

Die Geschichte des Vereins wird nun bald zu den Akten gelegt. „Spätestens in einem Jahr. So lange dauert die Sperrzeit, denn es könnten ja noch Gläubiger, die es allerdings nicht gibt, an uns herantreten“, sagte Lithmathe.

Nun geht die Auflösung seinen rechtlichen Weg mit der Beurkundung beim Notar und Einreichung beim Gericht. Das restliche Guthaben, das sich nach Abzug von Notar- und Gerichtskosten auf rund 1000 Euro belaufen dürfte, wird dem Malteser Hospizdienst in Friesoythe zugute kommen.