FRIESOYTHE - Das Friesoyther Kulturzentrum „Alte Wassermühle“ bot zum bundesweiten Mühlentag wieder ein vielfältiges Programm, das auf große Resonanz stieß. Die Gäste informierten sich zum Thema Stromgewinnung durch Wasserkraft.

Die Wasserschnecke an der Wassermühle wurde viel bestaunt. In Friesoythe werden mit dieser Technik 30 kWh Strom erzeugt. Auch das große Wasserrad fand Interesse, es dient ebenfalls der Elektrizitätsgewinnung, allerdings im wesentlich geringeren Maß als die Wasserschnecke. Bestaunt wurde neben der Technik auch die Fischtreppe, die es Fischen ermöglicht stromaufwärts zu schwimmen.

Reger Betrieb herrschte auch in dem in der Wassermühle untergebrachten Informationszentrum für regenerative Energien. Hier wurde zu Themen wie Windkraft, Wasserkraft, Sonnenenergie, Biogasanlagen, Erdwärme, Brennstoffzellen oder auch Öl, Kohle, Gas und Atomkraft informiert. Mühlenvereinsvorsitzender Hans Kramer und seine Vorstandskollegen standen den Besuchern für Informationen und Führungen zur Verfügung.

Zum Programm des Mühlenvereins gehörte ein Kunst- und Handwerkermarkt in und vor der Mühle. Geboten wurden filigrane Metallarbeiten, Holzprodukte verschiedenster Art, Glasarbeiten, Porzellanprodukte, Gestecke, Handarbeiten wie gestickte Tischdecken, aber auch Strickwaren. Dabei wurde auch das Spinnen von Wolle demonstriert. Bücher in plattdeutscher Mundart, Puppen und Papierbasteleien gehörten ebenfalls zum Angebot. Für die musikalische Umrahmung des Friesoyther Mühlentages sorgte die sechsköpfige Band „Daphned“ aus Leer mit mittelalterlicher Musik. Schwierigkeiten gab es gelegentlich, einen Sitzplatz im „Cafe“ Kulturzentrum, das ständig ausgebucht war, zu finden. Unter dem Strich zogen die Veranstalter jedoch eine durchweg positive Bilanz.