Friesoythe/Neuvrees - Am Mittwochmorgen klingelten die Telefone in der Friesoyther NWZ-Redaktion ununterbrochen. Zahlreiche Leser konnten Tipps zu den historischen Bildern aus dem Zweiten Weltkrieg geben, die der NWZ exklusiv aus der kanadischen Nationalbibliothek vorliegen. Diese noch nie veröffentlichten Fotos zeigen den Einmarsch der Kanadier in die Stadt und dessen vollständige Zerstörung.

Ein Motiv, bei dem im Vordergrund ein Panzer und dahinter mehrere Gebäude zu sehen sind, konnte zweifelsfrei in Neuvrees verortet werden. Es zeigt die ehemalige Gaststätte Holtmann mit Anbau sowie eine kleine Ecke eines davorstehenden Hauses. Mehrere Leser aus Neuvrees erkannten das Motiv direkt wieder. Nur die Fassade der Gaststätte hat sich verändert – aus dem Backsteinbau wurde ein weiß verputztes Haus. Auch der Erker, der aus dem Dach ragt, sieht etwas anders aus – man kann aber noch die Steinrillen in der Mauer wiedererkennen.

Etwas schwieriger wird es bei dem anderen Motiv, das am Mittwoch veröffentlicht wurde. Zu sehen ist ein kanadisches Kettenfahrzeug vor einem freistehenden Haus. Mehrere Friesoyther meldeten sich bei NWZ und deuteten auf ein heute verlassenes Haus an der Sedelsberger Straße hin. Gleich mehrere Anrufer sagten, dass diese Ecke früher „zur Hölle“ genannt wurde. Das verfallene Haus, unter anderem sind mehrere Fensterscheiben beschädigt, sieht heute etwas anders aus als auf dem historischen Foto. Zum Beispiel fehlt das dritte Fenster auf dem aktuellen Bild – möglicherweise wurde dies aber zugemauert. Eine Lücke für ein Fenster ist da. Auch das Fenster im ersten Obergeschoss scheint auf dem historischen Foto anders auszusehen.

Das dritte Motiv von Mittwoch, ein bäuerliches Anwesen, konnte bisher nicht identifiziert werden. Wer Auskünfte zu diesem Motiv geben kann, kann sich per Mail unter red.friesoythe@nwzmedien.de oder telefonisch unter t   04491/99882906 melden.

Heiner Elsen
Heiner Elsen Redaktion Münsterland