FRIESOYTHE - Alexander Elagin hat seine Stelle als Straßensozialarbeiter am 1. Oktober in Friesoythe angetreten. Inzwischen hat sich der 41-Jährige bei Einrichtungen und Schulen vorgestellt. Elagin stammt aus dem sibirischen Omsk und kam vor elf Jahren in die Bundesrepublik. Er lebt in Papenburg und war zuletzt drei Jahre lang in Dörpen als Sozialpädagoge in der Jugendbetreuung beschäftigt.

Das Büro im Rathaus hat Alexander Elagin vorübergehend bezogen. Gesucht wird nach einer Anlaufstelle außerhalb des Rathauses. Johannes Petri, zweiter Vorsitzender des Präventionsrates: „Für viele Jugendliche stellt das Rathaus eine große Hemmschwelle dar.“ Das hauptsächliche Betätigungsfeld von Alexander Elagin wird der Stadtkern sein. In den anderen Ortschaften gibt es nach Ansicht des Präventionsrates eine funktionierende Betreuung der Jugendlichen durch die Stadtjugendpflege

Über Schulen, Vereine und die lokalen Treffpunkte möchte Alexander Elagin nun zunächst die Kontakte zu Jugendlichen aufbauen. Schwerpunkte will der Sozialpädagoge in den Bereichen Sport und Musik setzen. Er selbst spielt Gitarre und Keyboard. Prüfen wollen Elagin und Petri zudem, ob in Friesoythe ein Box-Angebot geschaffen werden kann. Petri: „Viele Aussiedler und Ausländer lehnen Gemeinschaftssportarten ab und bevorzugen Einzelsportarten wie das Boxen.“

Gleichzeitig hält der Präventionsrat nach Angaben seines Vorsitzenden German Hamann daran fest, am Schulgelände Großer Kamp in Friesoythe ein Volleyballfeld zu schaffen. Außerdem sieht der Präventionsrat in der Einrichtung eines offenen Jugendtreffs eine wichtige Aufgabe. Dieses Ziel werden weiterhin verfolgt, sagte Hamann am Donnerstag.

Nach dem Erfolg im Vorjahr will der Präventionsrat am 11. November, 15.30 Uhr, in der Discothek Extra erneut eine Integrationsveranstaltung für Jugendliche ab zwölf Jahren mit dem Titel „Come together“ veranstalten. Daran nehmen wieder heimische Bands und Tanzgruppen teil.