FRIESOYTHE - Der „Seher“ und die Fundamentreste waren nur zwei Punkte dieses „Geschichtsunterrichtes“. Die Kinder waren sehr interessiert.

Von Fritz Kreyenschmidt

FRIESOYTHE - „Mein Friesoythe“ – unter dieser Überschrift erforschten und entdeckten Mädchen und Jungen des St.-Christophorus-Kindergartens bei einem Projekt, das Kindergartenleiterin Marlies Looschen und ihre Kollegin Kerstin Roter ausgearbeitet hatten, über mehrere Wochen die alte Hansestadt.

Aus jeder der fünf Gruppen der angehenden Schulneulinge wurden drei Kinder ausgelost: 15 angehende Schüler konnten an dem Projekt teilnehmen. Sie sollten den anderen Gruppenkindern ihr Wissen und ihre Erfahrungen des „Heimatkundeunterrichts“ mitteilen. Anhand eines großen Lageplans erkundeten die Kinder genau, wo was steht und welcher Weg dorthin führt. Zu den Besichtigungen gehörte auch ein Hausbesuch bei den teilnehmenden Kindern. Ein besonderes Ereignis für die Kinder war die Besteigung des St.-Marien-Kirchturms unter der Führung von Küster Bernd Preuth mit dem Blick aus luftiger Höhe auf Friesoythe.

Zu Gast war man auch in der Michaelis-Kirche. Hier informierte Pastor Uwe Löwensen über die Geschichte der Evangelischen Kirchengemeinde. Bürgermeister Johann Wimberg begrüßte die junge Forschertruppe im Rathaus. Die Fundamentreste der alten Burg sowie das Bürgermeisterzimmer sahen sich die Kinder an. Ziel war auch die katholische Bücherei, wo man sich über Literatur zur Friesoyther Geschichte informierte. Von der Stadtführerin Elisabeth Krause ließ man sich bei einem Rundgang durch die Innenstadt und dem Stadtpark über die Bedeutung der Denkmäler wie vom Sensenschmied und des „Sehers“ Wreesmann sowie über die Geschichte der Burg informieren. Anhand von alten Fotos lernten die Kinder auch das Friesoyther Stadtbild vor dem Zweiten Weltkrieg kennen und versuchten zu erforschen, wo welches Haus sowie das Stadttor vor der Zerstörung Friesoythes im Krieg gestanden hat.

Besucht wurden insbesondere die Innenstadt mit der Mühlen-, Kirch-, Moor-, Burg- und Lange Straße. Im Kindergarten wurde das Erlebte aufgearbeitet.