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SCHULE Plädoyer für bessere Integration

FRIEDHELM M.-DÜRING CHRISTIN NOACK

FRIESOYTHE - „We don’t like you, because you’re a foreigner“. – „Wir mögen dich nicht, weil Du ein Fremder bist“. Diese und andere Hasstiraden fielen am Dienstagvormittag im Forum am Hansaplatz. Dort führte das „White Horse Theatre“, eine professionelle Theatergruppe aus Soest, das von Peter Griffith geschriebene, englische Theaterstück „Promised Land“ (Das gelobte Land) für rund 500 Schülerinnen und Schüler des Fachgymnasiums und der Fachoberschule Wirtschaft sowie der Berufsfachschule Friesoythe auf.

Das Stück, welches größtenteils in der „Gough Street“, einer heruntergekommenden Gegend Großbritanniens spielt, spricht auf die heutzutage sehr aktuelle Themen Rassismus und Integration an. Nachdem ihr Vater im Kosovo getötet wird, fliehen Ravi und ihre Mutter als Asylbewerber nach Großbritannien und wohnen dort in der „Gough Street“. Als Ravi jedoch immer öfter auf die „Gough Street Gang“ trifft, die ihre Agressionen mit höhnischem Gelächter und furchteinflößender Brutalität an Erwachsenen, Lehrern und vor allem Ausländern auslässt, bekommt auch sie die Gewalt der Jugend-Bande in Form von Schlägen, Beleidigungen und Raub zu spüren. Es folgt dann aber doch ein Happy End. Zwei der drei Gangmitglieder schenken Ravi und ihren Problemen Gehör und freunden sich mit ihr an, als sie ihnen von ihrer grausamen Vergangenheit erzählt.

Drei Eisengestelle fungieren in diesem Stück multifunktional: Mal als Gefängnis, mal als Einkaufsladen oder Theke. Am Ende ist begeisterter Applaus der Dank für 60 Minuten beeindruckende und unterhaltsame Schauspielkunst der Schauspielerinnen und Schauspieler des „White Horse Theatre“.

Rita Leerhoff, Lehrerin im Fachbereich Englisch an den Berufsbildenden Schulen in Friesoythe, hatte mit Unterstützung ihrer Fachkollegen die Veranstaltung organisiert und das brisante Thema Fremdenfeindlichkeit schon im Vorfeld mit den Schülern behandelt. „Die Übergriffe auf Ausländer im Osten Deutschlands und ausländerfeinliche Äußerungen auf den Fußballplätzen sind Anlass genug, dieses Thema aufzugreifen. Wir werden die Aufführungen auch nachbereiten. Sie bieten sich auch für fächerübergreifenden Unterricht an“, sagt Rita Leerhoff.

Stimmen zum Theaterstück

Nevina Kruse

fand die Aufführung des

Theaterstückes sehr interressant und gut, aber auch notwendig. „Es ist wichtig, über das doch sehr aktuelle Thema Rassismus zu sprechen“, bemerkt sie nach der Aufführung. Besonders gut gefallen hat ihr die einfache und unkomplizierte Darstellung.

Andre Bergmann

war ebenfalls angetan von dem Stück „Promised Land“. „Die Gefühle und Emotionen, die mit Rassismus verbunden sind, wurden von den Darstellern sehr deutlich übermittelt, das hat mir sehr gut gefallen“, lobt der Schüler das „White Horse Theatre“ nach der Aufführung.
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