Friesoythe - 1977 wurde der Sozialdienst katholischer Männer (SKM) in Friesoythe ins Leben gerufen, der auch Träger des Sozialen Briefkastens Friesoythe ist. In dieser Zeit wurde zahlreichen Jugendlichen, die irgendwie durch das soziale Netz gefallen waren, durch den SKM eine neue berufliche Perspektive geboten. Ihren großen Anteil daran, dass diesen Jugendlichen ein neuer Lebensweg aufgezeigt wurde, hatte die Leiterin der Jugendwerkstatt im Sozialen Briefkasten, Iris Schulze. Nach 21 Jahren verabschiedete sie sich nun in den Ruhestand.
Die feierliche Verabschiedung gab es am vergangenen Donnerstagabend im St. Franziskushaus. Mit Schulze wurde gleichzeitig auch der langjährige SKM-Vorsitzende Heinz Wübben verabschiedet. Nach sieben Jahren reichte der ehrenamtliche Diakon der Pfarrgemeinde St. Marien das Amt an die ehemalige Landtagsabgeordnete Renate Geu-ter aus Markhausen weiter.
„In den 21 Jahren hat sich Iris Schulze zum Wohle der ärmeren und schwächeren Bevölkerungsteile eingesetzt. Der Soziale Briefkasten trägt ihre Handschrift. Dabei ging es der Leiterin stets um den Menschen“, sagte der ehemalige Vorsitzende Heinz Lübben in seiner Laudatio. Dabei sei die Erziehung der Jugendlichen nicht immer leicht gewesen.
„Heinz Wübben hatte immer ein Herz für die Menschen. Er war in den vergangenen Jahren der richtige Mann an der richtigen Stelle“, lobte Dechant Michael Borth das Engagement von Wübben. In den vergangenen Zeiten, in denen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Sozialen Briefkastens alles andere als sicher galten, mussten gravierende Entscheidungen über die Zukunft der Jugendwerkstatt getroffen werden. „Heinz Wübben hat sich seiner Verantwortung nicht entzogen und hat den Sozialen Briefkasten sozusagen für die Zukunft fit gemacht“, so Borth. Er freue sich auf die weitere Zusammenarbeit mit Wübben als Diakon und in der Seniorenarbeit der St.-Marien-Gemeinde.
Lobende Worte für Schulze und Wübben fand auch Friesoythes stellvertretender Bürgermeister Bernd Wichmann. Gerade in der Zeit der hohen Arbeitslosigkeit im Nordkreis habe der Soziale Briefkasten junge Leute auf den Weg gebracht, so Wichmann. Daran hätten Wübben und Schulze ihren Anteil. Gute Wünsche für den weiteren Lebensweg gab es auch von den Mitarbeitern der Jugendwerkstatt.
