Friesoythe - Die Gemeindewallfahrt der Friesoyther St.-Marien-Pfarrei führte diesmal nach Rumänien, in das Heimatland von Kaplan Cosmin Croitoru. Er stammt aus dem Bistum Iasi (Region Moldau) im Osten Rumäniens. „Auf den Spuren des Auferstandenen“ lautete die Überschrift für das geistliche Programm, gestaltet vom Kaplan und Pfarrer Michael Borth. 67 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren dazu eingeladen, über den eigenen Glauben nachzudenken.
Das erste Ziel war Iasi. Bischof Petru Gherghel und Weihbischof Aurel Perca empfingen die Wallfahrer im bischöflichen Palais. Die beiden freuten sich zu hören, dass Kaplan Croitoru bei den Menschen im Oldenburger Land gut angekommen ist. Nach Gebet und bischöflichem Segen besichtigte die Gruppe die 2001 fertiggestellte moderne Kathedrale. Die Reiseleitung vor Ort übernahmen die Reiseführer Titus Jude und Mircea Valentin Stanciu, die den Pilgern die Besonderheiten und Schönheiten ihres Landes zeigten.
Am vierten Tag der Reise wartete ein Höhepunkt auf die Teilnehmer – der Besuch der Heimatpfarrei St. Josef von Kaplan Croitoru in Barticesti. Die Pilger zeigten sich gerührt von der Predigt des Kaplans, in der er über die Bedeutung von Heimat sprach. Nach einem kurzen Besuch in Croitorus Elternhaus lud Pfarrer Alois Moraru die Gemeinde ins Dorfgemeinschaftshaus zum Essen ein.
Ein Besuch des Kinderheims in Barati, wo der Kaplan von 1999 bis 2013 gelebt hat, stand ebenfalls auf dem Programm. Die Schwestern vom Orden Oblatele Asumptioniste sowie die Kinder und Jugendlichen bereiteten der Gruppe ein herzliches Willkommen. Die Predigt im von den Heimkindern musikalisch begleiteten Gottesdienst hielt der emeritierte Pfarrer Richard Büssing, der mit einer Kleingruppe aus Vechta ebenfalls das Kinderheim besuchte. Aufgrund einer großen Spende aus seiner ehemaligen Pfarrei Maria Frieden und durch die Unterstützung der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Maria Frieden konnte er das Heim für Waisen und Halbwaisen aufbauen.
Nach der Messe luden die Schwestern, Kinder und Jugendlichen zum Essen und einer folkloristischen Tanz- und Gesangseinlage ein, die viele begeisterte und zu Tränen rührte. Spontan sammelten die Pilger etwas mehr als 1500 Euro für die Kinder im Heim und die Arbeit der Ordensschwestern.
Das nächste Quartier bezog die Gruppe direkt am Schwarzen Meer. Dort stand etwa eine Tagesfahrt mit dem Schiff durch das Donaudelta auf dem Programm. Zum Abschluss der Fahrt ging es in die Landeshauptstadt Bukarest. Ein Besuch in der römisch-katholischen Kathedrale St. Josef durfte dort nicht fehlen.
Der Kaplan freute sich, dass die Fahrt den Gemeindemitgliedern so gut gefallen hatte und die Pilger bekamen einen Eindruck, warum bei ihm das Heimweh immer mal wieder hochkommt – auch wenn Croitoru sich in der St.-Marien-Pfarrei sehr wohl fühlt.
