FRIESOYTHE - FRIESOYTHE - Mit einem großen Jubiläumskonzert feiert der Männergesangverein (MGV) von 1880 Friesoythe sein 125-jähriges Bestehen. Dazu laden die Sänger um Dirigent Wilhelm Fleming am Sonnabend, 25. März, ab 20 Uhr in das neue Forum am Hansaplatz ein.
Mitwirkende sind neben dem Jubiläumschor der Frauenchor Friesoythe, das Blasorchester Essen sowie Heinrich kleine Siemer am Klavier. Durch das Programm führt Dirk Gehrmann.
Insgesamt 16 Stücke haben die Sänger und Musiker einstudiert. Den Auftakt besorgen der gastgebende Männergesangverein und das Blasorchester Essen mit „Viva musica mundi“. Dann geht es in munterer Folge weiter. Das Repertoire reicht vom Spiritual bis zu Musical-Medleys. Natürlich gehören auch Klassiker des Chorgesangs wie Lieder von Friedrich Silcher oder Johannes Brahms und Stücke von Leonard Bernstein dazu.
Der MGV Friesoythe wurde 1880 ins Leben gerufen. Als Gründungsväter nennt die Vereinschronik den damaligen Friesoyther Bürgermeister und Postverwalter Caspar Bitter sowie Friedrich und Franz Bitter, Gustav Udo Landgraf und Hermann Thien.
1926 schloss sich der Verein dem Sängerbund an und bildete im Bereich des Alten Amtsbezirks Friesoythe eine Bezirksgruppe, aus der später der Sängerbund „Concordia“ entstand. Bis zum heutigen Tage stellt der MGV Friesoythe den Präsidenten des Sängerbundes für das alte Amt. Aktueller Präsident ist Josef Nonnenmacher.
Die meisten Unterlagen über die Geschichte des MGV sind in den letzten Tagen des 2. Weltkrieges vernichtet worden. Allerdings wurde 1995 bei Aufräumarbeiten im Haus H. Pancratz an der Kirchstraße ein Protokollbuch gefunden, in dem die Geschehnisse des Vereins von 1923 bis 1938 aufgeschrieben wurden.
Festgehalten ist dort der Ablauf einer Generalversammlung im Jahre 1926. Der gewählte Dirigent war allerdings nicht anwesend. Er hielt sich nach einer Treibjagd in einer Gastwirtschaft auf und wurde in die Versammlung geholt. Das Protokoll vermerkt, dass sich die Sangesbrüder gerne an die „schneidige Ansprache“ erinnerten.
