Friesoythe - Das geografische Dreieck Niederbayern/Sachsen/Tschechien war das Ziel der Gemeindewallfahrt der St.-Marien-Pfarrei Friesoythe. Pfarrer Michael Borth führte die 40 Teilnehmer dort zu mehreren Wallfahrtsorten. Quartier bezogen wurden zuerst im niederbayrischen Deggendorf. Von dort waren gleich mehrere Ziele schnell zu erreichen. Das Benedikti-nerkloster Weltenburg am Donaudurchbruch erreichte die Gruppe nach einer kleinen Schifffahrt auf der Donau. Die Klosterschänke lud die Pilger nach einem Gottesdienst zu einer fröhlichen Einkehr ein. Eine Stadtrundfahrt durch Regensburg rundete den Tag ab.

Am nächsten Tag ging es in die Wallfahrtskirche Mariahilf nach Passau. Eine weitere Heilige Messe vor dem weltberühmten Gnadenbild rückte besonders die Gottesmutter Maria in den Vordergrund der Betrachtung. Nach dem Gottesdienst ging es in die Altstadt von Passau, um im Dom die größte Pfeifenorgel der Welt bei einem Konzert zu erleben. Die 237 Register der Orgel – mehr als fünf mal so viele wie in der Orgel der Pfarrkirche – wurden vom Domorganisten meisterhaft in einem Konzert zum Klingen gebracht und konnte die über 600 Besucher des Konzerts begeistern. Eine Stadtführung beendete einen weiteren erlebnisreichen Tag, berichtete Borth, der die Fahrt organisiert hatte.

Besucht wurde auch die kleine Wallfahrtskirche Sammarei bei Ortenburg in der Nähe von Passau. Über der kleinen Holzkirche aus dem Jahr 1521 baute man eine große Kirche darüber. Borth: „Das ist ganz eindrucksvoll.“

Nächstes Ziel der Wallfahrer: Prag. Tschechiens Hauptstadt ist ein Touristenmagnet für Menschen aus aller Welt. Vor einem Jahr hatte Pfarrer Borth den Franziskanerpater Antonin aus Prag auf der Israelwallfahrt kennengelernt. Pater Antonin ließ es sich nicht nehmen, den Gästen sein Kloster zu zeigen und öffnete für sie die wertvolle Bibliothek mit ihren zahlreichen kostbaren Literaturschätzen.

Nach einer Stadtrundfahrt und der Besichtigung des Prager Schlosses ging es für die Gruppe weiter nach Dresden an der Elbe. Die Gruppe erlebte den Zwinger, die Semperoper, die Hofkirche und natürlich die Frauenkirche und vieles mehr.

Ein Höhepunkt der Wallfahrt war die Begegnung mit Bischof Heinrich Timmerevers. Im Haus der Kathedrale wurde die Gruppe empfangen. Der Bischof stellte sein von der Diaspora geprägtes Bistum mit nur etwas mehr als vier Prozent katholischer Bevölkerung vor, feierte eine Heilige Messe mit den Wallfahrern, lud zum Abendessen ein und zeigte sogar seine Privatwohnung. Der Bischof wusste von vielen sehr positiven Aufbrüchen in seinem Bistum zu erzählen. Die meisten Gemeinden wachsen stetig, viele Kinder, Jugendliche und junge Familien engagieren sich sehr. Ein Ausflug in das Elbsandsteingebirge und eine Dampferfahrt auf der Elbe schlossen den Besuch in Dresden ab.

„Die neun Tage der Wallfahrt verflogen durch die vielen Eindrücke wahnsinnig schnell“, sagte Borth und kündigte sogleich an: „ Die nächste Wallfahrt im August 2018 wird nach Schottland führen.“