FRIESOYTHE - Vor allem für die männlichen Bürger Friesoythes sei das Gebäude am Appellplatz an der Thüler Straße ein ganz besonderer Ort, eine „weltliche Pilgerstätte“, so Pfarrer Michael Borth am Sonnabendnachmittag bei der Einweihung des neuen Gildehauses. Das Gebäude ist vielen besser bekannt als der Schießstand der Schützengilde Friesoythe, in dem monatliche Übungsschießen stattfinden und wo der Scheibenkönig ermittelt wird.

Vor knapp einem Jahr wurde damit begonnen, an gleicher Stelle ein neues Haus zu bauen. Die Schützengilde Friesoythe und das Kolpingblasorchester Friesoythe haben sich dafür zusammengetan und gemeinsam das „Gildehaus“ errichtet. Rechtzeitig zum Schützenfest (1. bis 3. August) ist das Gebäude fertig.

Bürgermeister Johann Wimberg sprach von einem „freudigen Ereignis“ und lobte im Beisein von Vertretern des Magistrats, der vier Kompanien, des Kolpingblasorchesters, Handwerkern, Sponsoren und Nachbarn das Engagement aller Helfer: „Es musste viel getan werden. Mit gemeinsamen Kräften haben es die Schützengilde und das Kolpingblasorchester geschafft, ein durchweg gelungenes Gebäude zu errichten.“ Durch die Eigenleistungen seien zudem auch die Kosten in Höhe von 52 000 Euro gering ausgefallen. Entstanden sind unter anderem ein großer heller Versammlungsraum mit einer integrierten Theke, ein Lagerraum für die Instrumente und sanitäre Anlagen. Wimberg betonte, dass es immer sinnvoll sei, wenn sich zwei Institutionen zusammentun, um ein Projekt – wie in diesem Fall das „Gildehaus“– zu verwirklichen. „So dient das neue Gebäude mehreren Zwecken und führt zu einer besseren Auslastung.“

Pfarrer Michael Borth und sein evangelischer Kollege Pastor Dieter Paul-Collinet weihten das „Gildehaus“ anschließend ein. Die Geistlichen wünschten der Schützengilde und dem Kolpingblasorchester, das die Einweihung auch musikalisch unterstützt hatte, eine gute gemeinsame Zukunft.