Oldenburg - Diese Art Musik hat schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel, und dennoch wird diese Art Musik auch von heutigen Jugendlichen heiß und innig geliebt: Rockabilly. Die Nebenlinie des Rock’n’Roll, die in den späten 1950er-Jahren in den USA ihre größte Blüte erlangte und die ihre bekanntesten Interpreten im jungen Elvis Presley, in Buddy Holly oder Carl Perkins besaß, hat auch in Oldenburg ihre Anhänger – und vier von ihnen wagen sich mit dieser Musik nun sogar an die große Öffentlichkeit. Die Band Frisbolice hat ihr erstes kleines Album fertig und bittet am Sonnabend, 27. April, ab 19 Uhr zur Veröffentlichungsparty ins „Headcrash“ an der Schifferstraße.

Der immer mal wieder zur Konzertbühne veränderte Friseursalon ist wahrscheinlich der ideale Ort für die Art Rockabilly, der sich Frisbolice verpflichtet fühlen. Schließlich traten an der Schifferstraße schon altgediente Szenestars wie Wanda Jackson oder Alvin Stardust auf, aber auch junge Künstler, die dieser speziellen Mixtur aus Rhythm & Blues und Country einen neuen, zeitgemäßen Dreh geben. Die vier Songs der ersten Frisbolice-Platte „Lots of lovin’“ kombinieren denn auch den harten, rauen Rhythmus der 1950er-Jahre mit dem Hochgeschwindigkeitsrock der 1990er-Jahre.

Dass die Band mit Gerd Köhler (Gesang, Gitarre), Oggen Abbas (Schlagzeug), Captn Flo (Standbass) und Kay Albers (Gitarre) erst im April 2013 mit ihrem ersten kleinen Album aufwartet (eine komplette CD ist für den Sommer geplant), überrascht etwas. Denn Frisbolice gibt es bereits seit zwölf Jahren, seitdem gab es Höhepunkte wie die musikalische Begleitung des Stücks „Clockwork Orange“ am Oldenburgischen Staatstheater (2005) oder die Veröffentlichung des Fan-Songs von 2007 für den VfB Oldenburg.

Gespielt werden Coverversionen berühmter Rockabilly-Songs, vor allem aber Eigenkompositionen.

Nach dem Konzert am 27. April im „Headcrash“ wird die Oldenburger Rockabilly-Formation auch am 29. August im Rahmen des Stadtfestes auftreten.