Nordenham - „Das ist einfach geniale Musik“, freute sich Stefan Tönjes. Und diese Meinung teilte er mit den meisten der rund 120 Besucher in der Jahnhalle. Dort spielte am Samstag einmal mehr die Gruppe Funktomas & Four Funky French Friends. Obwohl die zehn Musiker nur ein einziges Mal vor ihrem ersten Konzert am Freitag in Bremerhaven gemeinsam proben konnten, überzeugten sie ihr Publikum auf ganzer Linie.

Die Gruppe präsentierte einen Mix aus gecoverten Songs – zum Beispiel von Power Of Tower und Nils Landgren – und Eigenkompositionen. Zugleich bekam das Publikum eine gelungene Mischung aus Musik zum Zuhören und Mittanzen zu hören. Die deutsch-französische Formation, die sich aus der Städtepartnerschaft zwischen Nordenham und Saint-Étienne-du-Rouvray ergeben hat, verfügt mittlerweile über ein Repertoire mit rund 30 Stücken und ist auch in der Lage, spontan zu improvisieren. Da werden die Soli-Einlagen der einzelnen Instrumente schon mal kurzfristig länger oder anders als erwartet gespielt und verleihen dadurch der funkig-frischen Musik einen ganz individuellen Ausdruck.

Funktomas grenzt sich bewusst von der Beliebigkeit des gleichgeschalteten Musikangebots ab, das heute so oft in der musikalischen Unterhaltungsindustrie anzutreffen ist. Die Gruppe will künftig mehr eigene Stücke spielen.

„Wir sind auf einem guten Weg“, sagte der Jahnhallenchef und Keyboarder der Band, Yeti Mansena, nach dem zweieinhalbstündigen Auftritt. „Das ist heute gut gelaufen. Auch das Konzert in Bremerhaven. Wir überlegen gerade, ob wir uns zukünftig mal für eine Woche treffen, um das alles richtig professionell aufzuziehen. Vielleicht auch schon mit ersten Aufnahmen.“

Aber bevor es so weit ist, geht es im Zuge der deutsch-französischen Städtepartnerschaft für den Jahnhallenchef erst einmal im Mai mit der Schulband des Gymnasiums High Heads, den Grooving Beasts aus der Trommel-AG und einigen anderen Nordenhamer Jugendlichen nach Saint-Étienne-du- Rouvray. Der Gegenbesuch der Franzosen ist für den Herbst geplant.