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FRAGE:
Was ist das Besondere an der Konferenz in der Universität Oldenburg?
WICKLEDER
: Das Besondere am Hemdsärmelkolloquium ist, dass die Vorträge ad hoc gehalten werden, das heißt, die Zuhörer wissen nicht, was auf sie zukommt. Außerdem nehmen wir uns viel Zeit für die Diskussion.
FRAGE:
Warum heißt die Versammlung Hemdsärmelkolloquium?
WICKLEDER
: Einerseits, weil die Diskussion schon mal etwas rauer, also „hemdsärmeliger“ ist. Andererseits führt die zeitlich unbegrenzte Diskussion dazu, dass man immer ein bisschen improvisieren muss, damit alle ihre Vorträge halten können.
FRAGE:
Hat die Erfahrung gezeigt, dass eine solche Versammlung auch ohne Tagesordnung problemlos ablaufen kann?
WICKLEDER
: Die Erfahrung zeigt, dass man etwa noch einmal die gleiche Zeit für die Diskussion veranschlagen kann. In der Regel klappt es dann ganz gut, dass wir am Ende der Tagung wirklich alle Interessenten hören konnten. Exakt planbar ist das nicht, aber gerade das mach ja den Reiz des Häkos aus!
FRAGE:
Wie wird beim Häko der Nachwuchs gefördert?
WICKLEDER
: Die Community der Festkörperchemie ist relativ klein und das Who’s who des Faches ist bei der Veranstaltung vertreten. Der Nachwuchs kann seine Ergebnisse also vor kundigem Publikum präsentieren, sich der Diskussion stellen, Anregungen mitnehmen und Kontakte knüpfen. Damit viele Nachwuchswissenschaftler teilnehmen können, ist die Veranstaltung weitgehend spendenfinanziert.
FRAGE:
Wie beurteilen Sie die Entwicklung des Kolloquiums von der ersten Veranstaltung im Jahr 1965 bis heute?
WICKLEDER
: Zu Beginn war das Häko ein kleines Diskussionsforum, jetzt ist es mit 250 Teilnehmern eine richtige Tagung, die aber ihren ursprünglichen Charakter beibehalten hat. Die lange Tradition hat darüber hinaus das Hemdsärmelkolloquium zu einem absoluten Pflichttermin für Wissenschaftler des Faches werden lassen. So haben die jährlichen Veranstaltungen auch immer etwas von einem Familientreffen.
Prof. Dr. Mathias Wickleder
vom Institut für Reine und Angewandte Chemie an der Uni Oldenburg lädt Chemiker aus ganz Deutschland zum Hemdsärmelkolloquium (Schwerpunkt Festkörperchemie) ein: vom 8. bis 10. März. @