Edewecht - Satire und Jazz, verträgt sich das? Diese Erfahrung konnten am Wochenende im Alten Gewächshaus Gloede in Edewecht die vielen Besucher beim Auftritt der Jazz-Gruppe „Bop Cats“ aus Hamburg sammeln. Zwischen den einzelnen Musikdarbietungen trug der Pianist des Jazz-Quartetts, Klaus Berger, Passagen aus seinem Buch „Bleiben Sie dran“ vor. Die Künstler waren auf Einladung der Edewechter Kunstfreunde nach Edewecht gekommen.

„Bob Cats“ steht seit über 30 Jahren auf der Bühne im In- und Ausland, hat unzählige Fernsehauftritte und begeistert jährlich bei über 50 Konzerten mit einer musikalischen Breite, die jedem Jazzfan das Herz aufgehen lässt. Die Stilrichtungen reichen von Bebop, Soul, Swing und Blues bis hin zu Funk und Latin Jazz, manches Mal angereichert mit indischem oder auch südamerikanischem Touch.

Das professionelle Spiel mit einzelnen Soli von Jürgen Busse am Schlagzeug, Manfred Jestel am Kontrabass, Carin Hammerbacher am Saxophon oder auch Klaus Berger am Piano fesselte und begeisterte auch die Edewechter Zuhörer. Auch wenn der Vorsitzende der Edewechter Kunstfreunde, Jack Morin, in seiner Begrüßung auf den scheuen und schüchternen Frühling verwies, mit dem „Edewecht-Calypso“ der Gruppe war der lange Winter gefühlt endgültig vorbei.

Neu an diesem Abend war die Rolle von Klaus Berger als Autor und Vortragender. Über Jahrzehnte war er als Journalist tätig, unter anderem für zwei große Hamburger Zeitungen. Darüber lernte er auch viele wichtige Persönlichkeiten kennen und solche, die sich selbst dafür halten. In Kurzgeschichten und Essays, zusammengefasst in seinem Buch „Bleiben Sie dran“, beschreibt er Personen, Ereignisse und Erlebnisse voller Humor und Hintersinn. Dabei geht er auch auf die Maschinerie des Fernsehens und Rundfunks ein. Die Edewechter Zuschauer fühlten sich auch durch die satirische Lesung bestens und sehr vergnüglich unterhalten. Manches Mal musste der Autor über seine eigenen Worte schmunzeln.

Nicht zum ersten Mal war Klaus Berger mit seinen „Bop Cats“ in Edewecht. Und bestimmt auch nicht zum letzten Mal. Nur: Jetzt erwarten die Besucher nicht nur exzellente Jazzmusik, sondern auch auf kurzweilige Satire über Stars, Sternchen und TV.