Cloppenburg - Unter der Überschrift „Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?“ steht der deutschlandweit durchgeführte Denkmaltag am Sonntag, 8. September. In Cloppenburg werden gleich zwei Führungen angeboten.
Im Museumsdorf Cloppenburg will Museumsmitarbeiter Dr. Michael Schimek einmal die hässlichen und unbequemen Seiten der auf den ersten Blick stattlich und schön erscheinenden Häuser des Museumsdorfs präsentieren. Wer teilnehmen möchte, sollte sich um 14.30 Uhr an der Museumskasse in der Münchhausenscheune einfinden.
Führung Nummer zwei widmet sich der Synagogengedenkstätte Cloppenburg und dem jüdischen Friedhof an der Ritterstraße. Im Beisein des Landesrabbiners wurde die Gedenkstätte am 9. November 1983, dem 45. Jahrestag der Zerstörung der Synagoge, eingeweiht. Erdfarbenes Pflaster markiert das Gedenkstättenareal vom Straßenrand bis zum Friedhof. Eine Stufenschwelle kennzeichnet den Eintritt zum Friedhof, der die eigentliche Mahnstätte ist. Am Sonntag ist der Friedhof den ganzen Tag geöffnet. Sowohl um 11, 14 als auch um 16 Uhr bieten Hannelore Warmhold und Karl Sieverding von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Führungen über das Areal an. Im Anschluss werden ausgewählte Stolpersteine gezeigt, die 2010 durch den Kölner Künstler Günter Demnig im Stadtgebiet verlegt wurden.
Bundesweit sind rund 7500 historische Gebäude, archäologische Stätten, Gärten und Parks anlässlich des Denkmaltags geöffnet. Dieser wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz durchgeführt.
