Ganderkesee - „Glasfrei um den Ring“ – diesem Anspruch konnte die gleichnamige Kampagne von Gemeinde, Einzelhandel und Gemeinschaft Ganderkeseer Vereine (GGV) nicht gerecht werden: Auch diesmal gab es viele Scherben an der Umzugsstrecke und erneut eine hohe Zahl an Schnittverletzungen. Trotzdem sind die Initiatoren zufrieden: „Das hat fürs erste Mal schon viel gebracht“, meint GGV-Pressesprecher Ralf Hüttemeyer.
Ein guter Anfang sei es gewesen, findet auch Michael Kleinert, Leiter des Fachdienstes Verkehr im Rathaus. Die Gemeinde hatte durch die Aufstellung von insgesamt 86 Entsorgungstonnen für Glasflaschen ihren Beitrag zur Scherbenvermeidung geleistet. Rund fünfeinhalb Kubikmeter Glas seien in diesen Behältern gesammelt worden, berichtet Kleinert. Im Durchschnitt seien die Tonnen zu 60 Prozent gefüllt gewesen.
„Wir werden jetzt auswerten, wo weitere Tonnen Sinn machen“, kündigt der Fachdienstleiter an. Beim nächsten Mal müsse sicherlich der Habbrügger Weg noch stärker mit Entsorgungsstellen bestückt werden. Die Problemzone schlechthin, so Kleinert weiter, sei aber einmal mehr die Grüppenbührener Straße in Höhe des Famila-Getränkemarktes gewesen. Gegen Unverbesserliche, die bewusst oder grob fahrlässig Flaschen zu Bruch gehen lassen, sei kein Kraut gewachsen.
Eine längere Vorbereitungsphase im nächsten Jahr wünscht sich Inkoop-Geschäftsführer Bernd Oetken. Es sei für den Handel schwierig gewesen, in kurzer Zeit noch ausreichend Getränke in Kunststoffflaschen zu ordern. Im Ganderkeseer Inkoop-Markt habe man aber feststellen können. dass viele Kunden für die Kampagne sensibilisiert waren. „Ich bin zuversichtlich“, sagt Oetken: „Wenn wir in dieser Sache konsequent bleiben, wird es von Jahr zu Jahr effektiver.“
