Am Tag der Offenen Tür in Wehnen spazierte ich durch den Klinik-Park und bemerkte, dass 99 Bäume markiert waren. Auf meine Frage, was mit diesen Bäumen geschehen soll, bekam ich die Auskunft, dass sie für den Neubau der Kinder- und Jugendklinik weichen müssten. Es handelt sich um 99 Buchen und Eichen, manche schon im stolzen Alter von 100 Jahren.
Ich frage: Wird bei dieser Baumfällaktion auch der Tierschutz (Fledermäuse und Vogelnistplätze) berücksichtigt? Gibt es auf dem großen Gelände der Klinik keinen besseren Platz für den geplanten Neubau, auf dem weniger oder gar keine wertvollen Bäume gefällt werden müssen? Wie kam es zu der Standortwahl? Wie viel ist uns der Schutz der Natur wert? Werden wir Menschen erst dann erkennen, dass wir unser Geld nicht essen können, wenn der letzte Baum gefällt ist? Haben wirtschaftliche Interessen immer Vorrang vor der Natur?
Wehrt euch, empört euch, setzt euch ein für das Leben der 99 alten Buchen und Eichen auf dem Gelände der Karl-Jaspers-Klinik.
