Hude - Wenn sich in Hude verstaubtes Besteck in antike Schmuckstücke verwandelt, ist Goldschmiedemeisterin Ute Folkerts im Klosterort. Am Sonntag, 11. August, zählt die Oldenburger Künstlerin zu den 100 Ausstellern, die zum Kunsthandwerkermarkt im Klosterbezirk erwartet werden. Dort verarbeitet sie Großmutters antike Gabeln zu einem Stück lebendige Geschichte, denn Gravuren und Jahreszahlen bleiben bei der Verarbeitung des Bestecks erhalten. Doch auch für Besucher, die kein Besteck zur Hand haben, hat die Goldschmiedin an ihrem Stand eine Menge zu bieten.
Aber nicht nur Besteck wird am Sonntag zu neuen Accessoires recycelt. Maren Krämer beispielsweise haucht den Lieblingsplastiktüten der Besucher neues Leben ein. Sie verarbeitet alte Einkaufstüten zu hochwertigen „Tütentaschen“, welche sie mit einer speziellen Schutzfolie überzieht. Besucher, die Leder als Material bevorzugen, schauen auf dem Markt am besten bei Udo Bugiel und Christiane Dienst vorbei. Mit dem Ziel, Kunst und Handwerk zu verbinden, erschaffen sie Unikate in Form von Gürteln, Portemonnaies oder Taschen.
Der Markt ist von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet drei Euro (Kinder haben freien Eintritt). Geboten werden den Gästen neben hochwertigem Kunstwerk auch Musik und Erzählkunst: Ab 14 Uhr trägt Helga Bürster auf der Bühne neben der alten Wassermühle Geschichten und Sagen aus der Region vor und wird dabei von Heidi Furche auf dem Akkordeon begleitet. Ralf Himmel zieht derweil mit seinem Saxofon über das Marktgelände.
Damit die Besucher mehr über den Veranstaltungsort erfahren können, ist das Museum im Klostersaal geöffnet, und die Klosterfreunde veranstalten zwei Führungen im privaten Park der Familie von Witzleben, der sonst der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist. Beginn ist um 12 Uhr und um 16 Uhr. Der Eintritt hierzu beträgt zwei Euro.
Der Markt ist Hudes Beitrag zum Gartenkulturmusikfestival im Nordwesten. Nach einem Jahr Pause erhofft sich die Touristik-Palette mit einer neuen Veranstalterin – die Regie führt Dietlinde Zacher von „arte factum“ aus Bremen – und mehr Ausstellern auf noch größeren Zuspruch.
