Oldenburg - Die Mühlenflügel stehen still. Senf wird in dem so genannten „Galerie-Holländer“ in Tweelbäke nicht mehr gemahlen. Heute befindet sich darin das Restaurant „Don Quichotte“. Am Pfingstmontag fand dort außerdem anlässlich des Deutschen Mühlentages ein Kunsthandwerkermarkt statt.

Der Bau der Mühle wurde im Jahr 2000 von Detlev Grunwald initiiert. Es handelt sich dabei um eine historische Rekonstruktion einer holländischen Mühle. Für die Außenfassade wurden extra 220 Jahre alte Backsteine von einem Gutshof in Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern verwendet.

Die Mühle hat schon oft den Besitzer gewechselt und stand eine Zeit lang leer. Als Meike David im Oktober 2011 ihr Restaurant eröffnete, war die Mühle nicht mehr funktionsfähig. Eine Reparatur wäre viel zu teuer. „Wir sind erstens keine Müller und außerdem wären die Kosten einer Reparatur mit der Senfproduktion nicht wieder hereinzuholen“, sagte David.

Denkbar wäre aber eine Nutzung der Mühle zur Stromerzeugung. „Das sind aber nur Gedankenspiele und müssten mit dem Eigentümer abgesprochen werden“, so David weiter.

Der Kunsthandwerkermarkt, der gestern in der Mühle stattfand, war ein voller Erfolg. Laut Organisatorin Theresia Grau kamen rund 5000 Besucher zur Mühle um die Waren der 40 Aussteller zu sehen.

„Wir sind sehr zufrieden damit, wie der Kunsthandwerkermarkt angenommen wird. Natürlich sind wir auch froh, dass es nicht geregnet hat.“, sagte Grau.