GANDERKESEE - Dieter Osterloh hat das schon so oft beobachtet: Viele Menschen „rennen durch die Natur und sehen sie nicht“. Ganz anders bei dem Mann, dessen Ausstellung der stellvertretende Bürgermeister am Sonntag im Rathaus eröffnete: Horst Salva (1930 bis 1993), gelernter Maschinenschlosser, war Zeit seines Lebens Naturfreund – und hielt fest, was er sah und empfand.
Die Ausstellung war durch den Orts- und Heimatverein Ganderkesee organisiert worden. Der Verein, so bescheinigte Elfriede Sotta als eine der langjährigen Vorsitzenden, habe „Horst Salva und seiner Frau Johanna viel zu verdanken“. Horst Salva, seit 1987 Mitglied des Vereins, habe zum Beispiel mitgeholfen, die Heimatstube in Bürstel aufzubauen. „Das war kein Zuckerschlecken.“
Salvas Sohn Jens führte schließlich ins Werk seines Vaters ein. Während seiner Berufszeit habe der aus Schönborn (Kreis Breslau) stammende Hobbykünstler wenig Zeit fürs Malen gehabt. Das änderte sich 1981: Jetzt zog Salva in Geest-, Fluss- und Moorlandschaften des norddeutschen Raumes, malte und zeichnete – zunächst mit Ölfarben, mit Kohle oder Bleistift. Später folgten Radierungen, auch Porzellanmalereien.
Die Ausstellung läuft bis zum 15. Januar im Obergeschoss des Rathauses, wo sie zu den Öffnungszeiten (kostenfrei) besucht werden kann.
