GANDERKESEE - Beim Kirchentag 2007 in Köln will der Bläserkreis Ganderkesee ein eigenes Konzert geben. 38 Musiker haben sich bereits angemeldet, für die Bewerbung wird eine CD aufgenommen.

Von Karsten Kolloge

GANDERKESEE - Ganderkesees Bläserkreis wird in den nächsten Monaten wohl etliche „Extraschichten“ einlegen – und proben. Denn die Musiker um Dirigentin Ursel Reiß planen einen Kraftakt: Wenn vom 6. bis 10. Juni 2007 der nächste evangelische Kirchentag in Köln stattfindet, wollen sie als Orchester teilnehmen und ein eigenes Konzert gestalten. „38 Personen stehen bereits auf meiner Liste“, freut sich Ursel Reiß über das rege Interesse. Über die Bewerbung des Bläserkreises werden die Veranstalter im November entscheiden.

Bei evangelischen Kirchentagen ist der Bläserkreis der ev.-luth. Kirchengemeinde seit 1997 so etwas wie ein Stammgast. Im Schnitt seien etwa 20 Aktive mitgefahren, berichtet Ursel Reiß. Christian Strohmann, Posaunenwart der Oldenburgischen Landeskirche, stellte die Ganderkeseer mit anderen Musikern zu Chören zusammen, die dann in Leipzig und Stuttgart, in Frankfurt, Berlin oder zuletzt Hannover musizierten.

Vor dem Hintergrund dieser Erfahrung entstand der Gedanke, einmal allein aufzutreten. Und das Programm? „Man denkt bei Bläserkreisen ja immer an Choräle, die so langsam dahinplätschern“, räumt Ursel Reiß ein. „Dabei kann man so viel machen.“ Was, das solle auch in dem Konzert deutlich werden: Geplant ist ein Mix aus modernen Kirchenliedern, Unterhaltungsmusik und auch ein bisschen Klassik.

Welche Stücke da erklingen sollen, das hat ein sechsköpfiger Kreis des Bläserkreises bereits festgelegt. So wollen die Ganderkeseer zum Beispiel einen Marsch aus „Pomp and Circumstance“ von Edward Elgar spielen (Reiß: „ein großes, mächtiges Stück“), auch Michael Jacksons „Heal the world“, Albert Hammonds „One moment in time“ oder Dolly Partons „I will allways love you“ („die Titelmelodie von Bodyguard“). „Die Renner kommen nach hinten“, schilderte die Bläserkreis-Leiterin die Reihenfolge. Auch Soli seien geplant.

Die Proben haben bereits in der vergangenen Woche begonnen. Für die nächsten Monate hat sich der Bläserkreis einen strammen Zeitplan vorgenommen. Im Juni werde Dr. Gustav Henke das Konzert auf CD aufnehmen (die CD wird für die Bewerbung benötigt). Falls die Organisatoren des Kirchentages den Ganderkeseer Bläserkreis „live“ hören wollen, werde es möglicherweise in den Wochen nach den Sommerferien ein Bläserkreis-Konzert in der Cyprian- und Corneliuskirche geben.

Und wenn die Bewerbung nicht klappt? „Das macht auch nichts“, sagt Ursel Reiß. „Dann nehmen wir als Bläserkreis teil, wieder mit anderen gemeinsam.“