Ganderkesee - Wer mit Alt-Bürgermeister Gerold Sprung eine „Utfahrt“ unternehmen will, muss handlungsschnell sein: Kaum hatte die NWZ am 8. August über den Verkaufsstart für die Bustour „op Platt“ berichtet, waren alle 50 Tickets vergriffen. 39 Interessenten standen zudem noch auf der Warteliste. Aber alle Plätze waren besetzt, als der Bus am Donnerstag um 14 Uhr auf dem Festplatz in Ganderkesee startete. Möglicherweise wird für die Übriggebliebenen noch eine weitere Ausfahrt angeboten.

Das Interesse an diesen Ausflügen ist immer groß, das hatten Gerold Sprung und Ganderkesees Plattdeutsch-Beauftragte Meike Ahlers als Organisatorin der Fahrt von vornherein erwartet. Diesmal, so scheint’s, hat aber das Thema der Tour noch zusätzlich für Resonanz gesorgt: „Karken un Raathüser“ wurden angesteuert und vorgestellt – Kirchen und Rathäuser auf Hochdeutsch. Und davon gibt es in der Gemeinde Ganderkesee eine ganze Menge: Allein zwölf Kirchengebäude lernten die Teilnehmer der vierstündigen Busfahrt kennen, drei katholische in Ganderkesee, Bookholzberg und Stenum sowie sechs evangelisch-lutherische in Ganderkesee, Falkenburg, Bookholzberg, Stenum, Rethorn und Schönemoor. Dazu kamen die Friedenskirche der Methodisten in Bookholzberg sowie in Ganderkesee die Gebäude der Neuapostolischen und der Syrisch-Orthodoxen Gemeinde.

Von den fünf Rathäusern, über die Sprung viel zu erzählen wusste, stehen noch vier: das aktuelle und das Alte Rathaus in Ganderkesee, der ehemalige Verwaltungssitz der Gemeinde Schönemoor in Horst und das ehemalige Amtshaus in Falkenburg. Das Alexanderhaus am Ring in Ganderkesee, 1814 als erstes Amtshaus der Gemeinde erbaut, wurde 1967 abgerissen.

Hergen Schelling
Hergen Schelling Redaktion für den Landkreis Oldenburg (Leitung)