GANDERKESEE - Eigentlich hat der Start ins „Showbusiness“ 1996 ja unter keinem guten Stern gestanden. Schließlich handelte es sich bei den ehemaligen Mitgliedern der Grünen Garde, die „mal was anderes machen wollten“, um „Abtrünnige“ – womit zumindest der Name der Gruppe schnell feststand. Bis 2005 nahm sie – zeitweise auch mit zwei Männern – an den Büttenabenden teil. Die dies erzählt, ist Kerstin Pecht, gemeinsam mit Birgit Dietrich einzig verbliebenes „Urgestein“. Nach zwischenzeitlicher einjähriger Pause sorgen seitdem nur noch Frauen auf den Büttenabendbühnen für Stimmung – „Ladykracher“ war geboren.

„Die Ideen für unser nächstes Programm haben wir eigentlich immer schon beim Fasching selbst“, verrät Kerstin Pecht. So auch im vergangenen Jahr. Schon damals war klar, dass es diesmal nass zugehen soll. „Unter dem Meer“ heißt der Programmpunkt. Auch wenn die „Ladies“ noch nicht alles verraten wollen, lassen sie ein bisschen doch die Katze aus dem Sack: „Es fängt an wie bei Arielle, ganz lieb“, erzählt Kerstin Pecht. „Aber es hört ganz anders auf . . .“

Alles Teamarbeit

Alles bei den „Ladykrachern“ ist Teamarbeit. Eine jede bringt sich ein in den Komitees für Kostüme und Tanzschritte, beim Bühnenbild oder bei der Führung der Kasse. Unterstützung erhalten die Frauen bei den Kostüme von einer Schneiderin. Gemeinsam wird auch die Choreographie erarbeitet, seit August auf den wöchentlichen Proben in der Aula des Gymnasiums. Dabei werde auch schon mal was geklaut, beim Musiksender „Viva“ etwa, gestehen die Frauen. Und eine aus dem Team, so munkeln die anderen, übe auch nachts vor dem Spiegel schon mal die Tanzschritte, wenn sie nicht schlafen könne. Schließlich gilt: Am Ende muss alles zusammenpassen – Musik, Kostüme, Schritte. Und die Maske, für die Silvia Vosteen verantwortlich zeichnet. Sie ist aber mehr: „Ich bin ein Teil des Bühnenbildes“, verrät sie geheimnisvoll.

Neue stets willkommen

Freuen würden sich die „Ladykracher“ übrigens noch über Verstärkung. Einzige Voraussetzung sei „Spaß am Fasching, am Tanzen und am Feiern“. Nicht unbedingt zwingend sei hingegen, so heißt es nach kurzem Zögern, dass es sich um Frauen handeln müsse. Interessierte können sich bei Elke Aschenbeck-Lange, die die Truppe leitet, unter 0 42 22/ 7 01 22 melden.

NWZ-Spezial: Informationen, Bilder, einer Webcam und Videos vom Fasching in Ganderkesee

Übrigens stimmt nicht, was böse Zungen beim Anblick der Kostüme dieses Jahr behaupten könnten: Das sind nicht die recycelten Kleider der letztjährigen Prinzessin Annika und ihrer vier Ehrendamen. Lediglich die Farben sind dieselben.