GANDERKESEE - Es war ein furioses Finale: Wahrscheinlich hatte es sich bereits unter den Büttenabend-Besuchern herumgesprochen, dass einer der Höhepunkte des Programms gleich während der Eröffnungszeremonie zu sehen ist. Als jedenfalls die neuen GGV-Tanzmariechen Gina Sperling und Alicia Gold am vierten Büttenabend die Bühne der Festhalle am Steinacker betraten, tobte der Saal. Derweil drückte die Dritte im Bunde, Hannah Bielefeld, dieses Mal vom Bühnenaufgang aus die Daumen – schließlich wusste sie genau Bescheid, wie sich die beiden Kolleginnen auf der Bühne gerade fühlten.
In wechselnder Besetzung haben die drei Tänzerinnen die vier Büttenabende und weitere Auftritte hinter sich gebracht – zum allerersten Mal in dieser Session. Im März erst hatten sich die drei Zehnjährigen in einem eigens von der GGV veranstalteten Casting gegen die übrigen Bewerber durchgesetzt. Im Mai hatte unter der Regie von Stephanie Will, Sarah Lueßmann und Kerstin Serafin – alle sind oder waren Tänzerinnen der Rot-Blauen Garde – das Training begonnen.
Dass die Tanzmariechen derart gut beim Büttenabend-Publikum ankommen würden, wie es sich an den beiden vergangenen Wochenenden gezeigt hat, sei auch für die Trainerinnen eine Überraschung, sagt Stephanie Will. „Wir haben ja bei Null begonnen – ohne jede Erfahrung mit Tanzmariechen.“
Erfahrung hatten auch die drei Tanzmariechen nicht – was man ihrer federleichten Darbietung auf der Bühne indes keineswegs ansieht. „Hinter der Bühne sind wir ganz schön nervös. Wenn wir tanzen, aber nicht mehr“, sagt Alicia. Gina und Hannah nicken. Gibt es einen Trick, um das Nervenflattern loszuwerden? Sarah Lueßmann kommt den Mädchen zuvor: „Ja, sie sabbeln, tanzen und singen ununterbrochen“, so die Trainerin lachend.
Ein einziges Mal werden die drei ihre Choreographie noch präsentieren – beim Besuch der Faschings-Aktiven im Seniorenheim Haus am Wald. Dann folgt noch der Umzug, den die Mädchen vom Wagen der Bobbies aus erleben werden. Und danach?
„Wir wollen weitertanzen!“, rufen Gina, Hannah und Alicia wie aus einem Munde. Dass die Trainerinnen etwa bis Mai pausieren wollen, stößt auf Protest. „Aber wir brauchen doch erstmal einen neuen Tanz“, wirbt Stephanie Will um Verständnis. In einem Punkt sind sich Trainerinnen und Tanzmariechen dann aber spontan einig: Auch in der Session 2013 wollen sie definitiv wieder ihren Hut in den Ring werfen.
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