GANDERKESEE - Die nasskalte Witterung passte zum Anlass. Großenteils in Schwarz gekleidet, nahm Ganderkesees Faschingsvolk am Mittwochabend beim obligatorischen Begräbnis an der Dummbäke Abschied von der Saison 09 einer Saison, um die man durchaus trauern könne. Die GGV hat wieder Unglaubliches auf die Beine gestellt, hatte Vize-Bürgermeisterin Christel Zießler denn auch beim vorangegangenen Heringsessen bescheinigt. Die Sorgen traten in dieser schwierigen Zeit in den Hintergrund.
Bei dem Heringsessen im Sitzungssaal lieferten das Prinzenpaar Birte I. (Schreiber) und Dieter II. (Ordemann) sowie das Kinderprinzenpaar Cora I. (Kwasny) und Pascal I. (Pauk-stat) die symbolischen Rathausschlüssel wieder ab. Er habe sich versehentlich auf den hölzernen Schlüssel draufgesetzt, gestand der Prinz grinsend. Das goldene Stück sei zerbrochen doch schon wieder repariert.
Während der Regentschaft der Narren sei im Rathaus einiges passiert auch im Sinne der Faschingsgemeinde, berichtete der Erste Gemeinderat Rainer Lange. So habe der Finanzausschuss den Neubau einer Turnhalle für die Grundschule Dürerstraße auf den Weg gebracht (ein Wunsch von Kinderprinz Pascal) und die Weichen für die Befestigung des Festplatzes gestellt (ein langjähriges Anliegen der GGV).
Prinzessin Birte räumte freimütig ein, dass sie sich nach drei Faschingswochen (man ist ja völlig unter Strom) wieder auf geregelte Zeiten freue. Sie habe soweit es ging in ihrem Friseursalon gearbeitet und bei Faschings-Verpflichtungen großes Verständnis bei den Kunden gefunden. Prinz Dieter hatte es da einfacher in einem eineinhalbwöchigen Urlaub.
Ehrenplätze haben alle Tollitäten für ihre Kostüme vorgesehen. Ihre Mutter wolle sich nach einer passenden Schaufensterpuppe umsehen, erzählte Cora. Pascal zweifelte, ob ihm der lemongrüne Zwirn noch lange passen würde. Er war allein in der Zeit zwischen der letzten Anprobe und dem ersten Büttenabend um einen Zentimeter gewachsen.
NWZ-Spezial: Informationen, Bilder, einer Webcam und Videos vom Fasching in Ganderkesee
