GANDERKESEE - Der Edelscharrkäfer gehört zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten. Im Hasbruch hat er eines der wenigen verbliebenen Refugien in Niedersachsen. Mit Bremer Hilfe sind etliche Tiere jetzt neu in den Hasbruch gekommen.
Es war im vergangenen Herbst, als eine alte Eiche im Sturm auf die Jagdhütten-Kreuzung stürzte und den Weg blockierte. Revierförster Jens Meier stellte fest, dass aus dem zerborstenen Stamm viele Käferlarven gefallen waren. Er informierte den Bremer Experten Axel Bellmann, der mit einem Blick feststellte, dass es sich um sehr seltene Exemplare handelte.
Bellmann sammelte die Larven ein und ließ sie bei sich Zuhause im Holzschuppen überwintern. Vor drei Tagen schlüpften die ersten Käfer – etwas früher als üblich, aber nicht zu früh, um auch in der freien Natur Artgenossen zu finden und dem Prozess des Aussterbens entgegenzuwirken. Bellmann setzte die Käfer auf einer alten Eiche ab – und sie verschwanden Richtung Krone.
