GANDERKESEE/HUDE/OLDENBURG - Im Prozess vor der Oldenburger Schwurgerichtskammer um die Gas-Anschläge von Ganderkesee und Hude findet der geplante Ortstermin auf dem Hof des Angeklagten Helmut K. in Neuenlande vorerst nicht statt. Dort sollte Ende November bei Mondscheinlicht eine Szene nachgestellt und gefilmt werden, die eine versteckte Kamera am 10. Januar diesen Jahres, dem Zeitpunkt des letzten Gas-Anschlages, aufgezeichnet hatte.
Wie Staatsanwalt Dr. Rainer du Mesnil de Rochemont am Donnerstag erklärte, sei die Videokamera, die seinerzeit die Szene aufgezeichnet habe, nicht greifbar. Sie befinde sich zurzeit in einem anderen SEK-Einsatz. Auch die Bemühungen, eine vergleichbare Kamera zu organisieren, seien fehlgeschlagen. Der Ortstermin könne, wenn überhaupt noch, erst im kommenden Jahr stattfinden.
In der Nacht des letzten Anschlags schiebt eine maskierte Person mit einem Roller vom Hof des Angeklagten und kehrt nach dem Anschlag wieder zurück. Wenn auch diese Szene jetzt nicht nachgestellt werden kann, so ist die Polizei zurzeit bemüht, zumindest Berechnungen über die Körperlänge der maskierten Person anzustellen. Die Frage, die sich die Ermittler stellen, ist, ob die maskierte Person der Angeklagte sein kann. Helmut K. bestreitet das. Der Prozess wird nun regulär am 6. Dezember fortgesetzt.
